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Historische Ratssitzung am 3. Juni

Altstadtfest in Wittstock Historische Ratssitzung am 3. Juni

Vor 300 Jahren ging Wittstock in Flammen auf. Der Brand veränderte das Gesicht der Stadt. Die Giebelstellung der Häuser verschwand nach dem Wiederaufbau – alle Gebäude sind nun in Traufstellung errichtet. Eine historische Ratssitzung erinnert am 3. Juni an den Großbrand. Doch von Bierernst wird dabei keine Rede sein.

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Nach dem Brand vor 300 Jahren nahm die Wittstocker Altstadt ein neues Gesicht an.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Brandneu. Unter diesem treffenden Stichwort geht eine historische Ratssitzung am Freitag, 3. Juni, um 20 Uhr im Wittstocker Rathaus über die Bühne. An diesem Tag beginnt auch das diesjährige Altstadtfest. Im Mittelpunkt der Ratssitzung stehen der Stadtbrand und die Suche nach den Schuldigen. Vor genau 300 Jahren, am 24. Mai 1716, ging Wittstock in Flammen auf.

Die historische Ratssitzung soll auf amüsante Weise der Brandursache von 1716 auf den Grund gehen. Der Regierungsrat von Grumkow wird eigens nach Wittstock beordert, um in dieser Angelegenheit zu richten und zu schlichten. „Er soll sich eine Meinung bilden und die Leute vor Ort befragen“, so Regisseur Wolfgang Dost. Stadtpolitiker von heute schlüpfen bei diesem Theaterspiel in die Rollen ihrer Amtsvorgänger. Neben dem Apotheker Georgi als Hauptdarsteller werden die Rollen des Bürgermeisters, Inspektors, Superintendenten, dem Vorsitzenden der Schützengilde, dem Verteidiger Georgis und seiner Ehefrau besetzt. So wird aus Bürgermeister Jörg Gehrmann der damalige Bürgermeister Lagehrmann. Bei diesem Wortspiel verknüpfte Wolfgang Dost die Laga (Landesgartenschau) mit Gehrmanns Namen. „Es gibt keine großen historischen Belege für eine damalige Ratssitzung und wir wollen auch nicht gegen Wahrheiten verstoßen“, so Dost. Dennoch stehen die dichterische Freiheit und der Anspruch, ein lockeres Stück aufzuführen, im Vordergrund.

Bürgermeister Jörg Gehrmann spielt mit Amtskette seinen Vorgänger Lagehrmann

Bürgermeister Jörg Gehrmann spielt mit Amtskette seinen Vorgänger Lagehrmann.

Quelle: Christamaria Ruch

Zur Erinnerung: Beim Stadtbrand fielen 1716 zwischen Markt und Gröper Tor 249 Hausstellen mit 400 Einzelgebäuden dem Flammenmeer zum Opfer. Das entsprach mehr als der Hälfte der Stadt. Der Apotheker Georgi galt lange als Verursacher des Brandes. Er soll heimlich Branntwein gezapt haben. „Die Spurensuche brachte aber keine eindeutigen Beweise dafür“, sagt Historiker Wolfgang Dost. Zumindest gilt als ausgemacht, dass das Haus des Apothekers die Brandquelle war. Heute befindet sich an dieser Stelle die Adlerapotheke. Der Stadtbrand zählt zu den Schlüsseltagen von Wittstock und wirkt bis heute nach: Die Giebelstellung der Häuser verschwand nach dem Wiederaufbau und an Stelle dessen rückte die Bauweise in Traufstellung. Das einzige erhaltene Haus in Giebelstellung befindet sich am Dosseteich.

Ebenfalls am Freitag, 3. Juni, wird das bekannte Stück „Brandbeschleuniger Bruno“ zur gleichen Thematik in der Heiliggeistkirche in Wittstock aufgeführt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Von Christamaria Ruch

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