Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Historische Ratssitzung am 3. Juni
Lokales Ostprignitz-Ruppin Historische Ratssitzung am 3. Juni
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 18.05.2016
Nach dem Brand vor 300 Jahren nahm die Wittstocker Altstadt ein neues Gesicht an. Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Wittstock

Brandneu. Unter diesem treffenden Stichwort geht eine historische Ratssitzung am Freitag, 3. Juni, um 20 Uhr im Wittstocker Rathaus über die Bühne. An diesem Tag beginnt auch das diesjährige Altstadtfest. Im Mittelpunkt der Ratssitzung stehen der Stadtbrand und die Suche nach den Schuldigen. Vor genau 300 Jahren, am 24. Mai 1716, ging Wittstock in Flammen auf.

Die historische Ratssitzung soll auf amüsante Weise der Brandursache von 1716 auf den Grund gehen. Der Regierungsrat von Grumkow wird eigens nach Wittstock beordert, um in dieser Angelegenheit zu richten und zu schlichten. „Er soll sich eine Meinung bilden und die Leute vor Ort befragen“, so Regisseur Wolfgang Dost. Stadtpolitiker von heute schlüpfen bei diesem Theaterspiel in die Rollen ihrer Amtsvorgänger. Neben dem Apotheker Georgi als Hauptdarsteller werden die Rollen des Bürgermeisters, Inspektors, Superintendenten, dem Vorsitzenden der Schützengilde, dem Verteidiger Georgis und seiner Ehefrau besetzt. So wird aus Bürgermeister Jörg Gehrmann der damalige Bürgermeister Lagehrmann. Bei diesem Wortspiel verknüpfte Wolfgang Dost die Laga (Landesgartenschau) mit Gehrmanns Namen. „Es gibt keine großen historischen Belege für eine damalige Ratssitzung und wir wollen auch nicht gegen Wahrheiten verstoßen“, so Dost. Dennoch stehen die dichterische Freiheit und der Anspruch, ein lockeres Stück aufzuführen, im Vordergrund.

Bürgermeister Jörg Gehrmann spielt mit Amtskette seinen Vorgänger Lagehrmann. Quelle: Christamaria Ruch

Zur Erinnerung: Beim Stadtbrand fielen 1716 zwischen Markt und Gröper Tor 249 Hausstellen mit 400 Einzelgebäuden dem Flammenmeer zum Opfer. Das entsprach mehr als der Hälfte der Stadt. Der Apotheker Georgi galt lange als Verursacher des Brandes. Er soll heimlich Branntwein gezapt haben. „Die Spurensuche brachte aber keine eindeutigen Beweise dafür“, sagt Historiker Wolfgang Dost. Zumindest gilt als ausgemacht, dass das Haus des Apothekers die Brandquelle war. Heute befindet sich an dieser Stelle die Adlerapotheke. Der Stadtbrand zählt zu den Schlüsseltagen von Wittstock und wirkt bis heute nach: Die Giebelstellung der Häuser verschwand nach dem Wiederaufbau und an Stelle dessen rückte die Bauweise in Traufstellung. Das einzige erhaltene Haus in Giebelstellung befindet sich am Dosseteich.

Ebenfalls am Freitag, 3. Juni, wird das bekannte Stück „Brandbeschleuniger Bruno“ zur gleichen Thematik in der Heiliggeistkirche in Wittstock aufgeführt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Von Christamaria Ruch

Egal, wie sehr die Menschen auch gegen Windparks vor ihrer Haustüre sind, sie können zumeist nichts dagegen ausrichten. In Schrepkow ist man der Meinung, sich dennoch wenigstens Gehör zu verschaffen, wenngleich die Wirkung absehbar ausbleibt. So beteiligten sich viele nun auch am Protest im Nachbardorf Kletzke.

17.05.2016

Wenn Imker über die Varroamilbe diskutieren, geht es mitunter heftig zur Sache. Denn der aggressive Parasit passt sich in seiner Lebensweise perfekt der Biene an. Ganze Völker können dadurch ausgerottet werden. Seit 20 Jahren hat sich eine Behandlungsmethode nachweislich bewährt. Doch viele Imker wenden sie bis heute nicht an.

17.05.2016
Kultur Festspiele an Pfingsten - Neuruppin steht Kopf für Fontane

Neuruppin erwartet Literaturfreunde aus dem ganzen Land, denn sie steht am Wochenende Kopf für einen ihrer größten Söhne: Theodor Fontane. Es gibt viele Lesungen von unterschiedlichsten Autoren – selbst über die Bundesgrenzen hinaus. Diskussionsrunden, Literaturtreffen, Musikschauspiel, Kino – da ist für beinahe jeden etwas dabei.

13.05.2016
Anzeige