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Hitzige Debatte in Heiligengrabe

Umstrittene Pläne für Dorfgemeinschaftshaus Hitzige Debatte in Heiligengrabe

Ein Streitgespräch entbrannte am Dienstagabend auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Heiligengrabe. Es ging – wieder einmal – um das Thema Dorfgemeinschaftshaus, obwohl in der Sache eigentlich längst eine Entscheidung gefallen ist.

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Die ehemalige Gaststätte „Heiligengraber Krug“.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. Wie der Pavillon auf dem Gelände der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden kann, wird demnächst vor Ort dargelegt. Es ist eine Einwohnerversammlung geplant, in der es um die vorliegende Machbarkeitsstudie geht. Ein Termin steht bislang noch nicht fest, doch Bürgermeister Holger Kippenhahn geht davon aus, dass es im März, voraussichtlich kurz vor Ostern, so weit sein wird. Das teilte er auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend mit.

Dort prallten die Meinungen darüber, wo ein Dorfgemeinschaftshaus in Heiligengrabe am sinnvollsten wäre, heftig aufeinander – und das, obwohl das Thema eigentlich längst vom Tisch sein sollte. Denn der Ortsbeirat hatte sich schon auf seiner Sitzung am 20. Januar für den Ausbau des Pavillons zu einem Dorfgemeinschaftshaus entschieden. Das ist jedoch nicht im Sinne des Vereines „Pro Krug“, der trotz dieser Entscheidung weiter darum kämpft, die ehemalige Gaststätte „Heiligengraber Krug“ zu einem Dorfgemeinschaftshaus zu machen. Die Vorsitzende Uta Köhn kritisierte am Dienstag, dass das Thema Dorfgemeinschaftshaus im Vorfeld nicht ausreichend im Ort diskutiert worden sei. Außerdem fragte sie in die Runde, wer das Anforderungsprofil für ein solches Haus erstellt habe.

„Bodenlose Frechheit“

Hauptkritikpunkt des Vereins ist, dass der Pavillon als Dorfgemeinschaftshaus schlicht zu klein sei. Würde es für diesen Zweck umgebaut, wäre dennoch zu wenig Platz für größere Gesellschaften von mehr als 100 Personen. „Sie bauen da eine Caféteria. Verkaufen Sie das den Heiligengrabern nicht als Dorfgemeinschaftshaus“, sagte Köhn und machte anhand von vergleichenden Investitionssummen deutlich, dass aus ihrer Sicht die für den Umbau des Pavillons veranschlagten Kosten unverhältnismäßig hoch seien. Der „Krug“ sei hier die vorteilhaftere Lösung.

Ortsvorsteher Ulf Bumke platzte daraufhin der Kragen. Den Vorwurf, man habe das Thema im Vorfeld nicht angemessen diskutiert, wies er scharf zurück. „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagte er und verwies darauf, dass sich der Ortsbeirat sehr wohl in öffentlichen Sitzungen lange Zeit mit der Frage Dorfgemeinschaftshaus beschäftigt habe. Bürgermeister Holger Kippenhahn beendete den Disput mit dem Hinweis, dass die unterschiedlichen Meinungen bekannt seien. „Es gab eine Entscheidung, nur nicht in Ihrem Sinne. Bitte akzeptieren Sie das“, betonte er, an Uta Köhn gerichtet, die daraufhin sagte, dass das Problem aus ihrer Sicht nicht gelöst sei. „Das sehen wir anders“, entgegnete Kippenhahn. Regina Lange vom Verein sprang Uta Köhn zur Seite. Sie hatte ebenfalls moniert, dass es keine öffentliche Diskussion zum Thema gegeben habe. „Niemand hört sich an, wie viel der Umbau des Kruges kosten würde. Es heißt immer nur, es sei zu teuer.“

Von Björn Wagener

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