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Ostprignitz-Ruppin Hochsommer am Autobahnabzweig Herzsprung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hochsommer am Autobahnabzweig Herzsprung
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00:18 07.04.2016
Geschäftsführender Gärtner Willie Wanninger begleitet die Sortimentsumstellung in der Großgärtnerei. Quelle: Claudia Bihler
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Fretzdorf

Mit einem T-Shirt steht Techniker Mario Bartelmann auf der Hebebühne und wirft einen Kontrollblick gen Himmel. Während Hobbygärtner ihre Tomatenpflanzen noch nicht einmal ins Gewächshaus gebracht haben, herrscht in den großen Treibhäusern der Großgärtnerei Kuipers bereits Hochsommer: Ein paar Regenwolken haben an diesem Nachmittag zwar die Sonne verhängt, 22 Grad Celsius herrschen immer noch im Glashaus. „Das ist gar nichts“, meint der Techniker, „wenn die Sonne rauskommt, ist es hier drin richtig heiß.“ Und so ist kaum verwunderlich, dass die Tomatenpflanzen schon Früchte tragen – auch, wenn sie noch klein und grün sind.

20 Meter sollen sie einmal groß werden, drei Pflanzen bis zu 50 Kilogramm Tomaten liefern. „2015 haben wir zum ersten Mal Tomaten angebaut“, sagt Willie Wanninger, Geschäftsführer bei Kuipers, „und auch Gurken sind dazu gekommen.“ Zwar nicht vollständig auf biologischer Basis. Kunstdünger wird eingesetzt, aber auf Pflanzenschutzmittel wird verzichtet – zumal Hummeln die Blüten bereits eifrig bestäuben. Das Wasser wird – zumindest teilweise – als Regenwasser gewonnen. Technisch ausgeklügelt ist auch die Gasheizanlage: Das Kohlendioxid, das diese freisetzt, wird in feinen Röhren in die Pflanzenreihen geleitet. Dort kommt es den Pflanzen zugute, die CO2 ohnehin zur Photosynthese benötigen. Zehn Hektar Fläche, so viel wie 20 Fußballfelder, hat Kuipers an der Autobahnabfahrt Herzsprung an der A 24 im Jahr 1996 unter Glas genommen.

Autobahnabfahrt aus logistischen Grünen gewählt

„Die Lage zur Autobahn war ausschlaggebend“, meint Mitarbeiterin Astrid Braun, „logistisch ein prima Platz.“ Denn Kuipers beliefert im Umkreis von rund 150 Kilometer ausschließlich Großkunden, so zählen etwa fast alle Discounter zu den Kunden der Großgärtnerei.

Bereits im Winter wurden die ersten Stiefmütterchen und Hornveilchen für frühe Pflanzungen herangezogen, die letzten Bestände stehen auf Palettenwagen: Pro Jahr werden zwischen 14 und 15 Millionen Pflanzen ausgeliefert. Inzwischen sind auch die Geranien bereits zu kraftvollen Pflanzen herangewachsen. Lediglich die Fuchsien lassen sich mit der Blüte noch ein wenig Zeit. Anschließend werden Chrysanthemen gesetzt und überziehen dann die riesigen Glashallen mit ihrer Blütenpracht.

Mitarbeiter aus der Region gesucht

Die Gärtnerei ist heute ein Tochterunternehmen der Firma Emsflower, mit dem Eigentümerwechsel wurde auch das Sortiment erweitert. Elf feste Mitarbeiter werden derzeit in Fretzdorf beschäftigt, hinzu kommen Saisonkräfte vor allem aus den östlichen EU-Ländern, für die auf dem Gelände sogar Wohnmöglichkeiten geschaffen wurden. Nachdem Kuipers nun auch im Gemüsegeschäft ist, würde das Unternehmen gerne weitere feste Mitarbeiter einstellen. „Möglichst aus der Region, denn wir vermarkten in der Region, insofern möchten wir auch unsere Mitarbeiter hier gewinnen“, sagt Astrid Braun. „Und seit es den Mindestlohn gibt, können wir uns auch vorstellen, dass das ganz gut klappen könnte“, meint Wanninger. Dabei ist in der Gärtnerei viel automatisiert – etwa wird nicht von Hand pikiert und getopft, sondern maschinell. „Die Mitarbeiter sorgen mehr für die Kon-trolle.“

Von Claudia Bihler

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