Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Hoffnungen der Strandbäder blieben unerfüllt

Kyritz/Wusterhausen Hoffnungen der Strandbäder blieben unerfüllt

Die Beschäftigten in den Strandbädern von Kyritz am Untersee und Wusterhausen am Klempowsee blicken auf eine wetterbedingt traurige Saison zurück. Auch wenn erst noch abgerechnet wird: Die Gästezahl sei garantiert deutlich geringer als in den Vorjahren, heißt es. Und so machen sie, obwohl der Stichtag erst der 15. September ist, jetzt schon so einiges winterfest.

Voriger Artikel
Viele Grüße aus Rumänien
Nächster Artikel
Ein Neubau für den Ortsbeirat

Schon Freitag wurde in Wusterhausen das schlechte Wetter genutzt, um erste Boote für die Reinigung aus dem Wasser zu holen.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz/Wusterhausen. Der verregnete Sommer ist auch an den Strandbädern der Region nicht spurlos vorübergegangen. In Kyritz bezeichnete der Schwimmmeister Ralph Stasch am Freitag im Gespräch mit der MAZ die Besucherzahl in der zurückliegenden Saison als „traurig“. Genauere Angaben ließen sich machen, wenn abgerechnet wird, und das sei erst nach dem Ende der kommenden Woche möglich. So lange bleibt das Bad noch geöffnet. Auch in Wusterhausen wird erst ab Mitte dieses Monats die Pforte geschlossen bleiben. Der Zeitraum 15. Mai bis 15. September hat nun mal Tradition.

„In meinen 37 Jahren als Schwimmmeister habe ich es nur ein einziges Mal erlebt, dass wir die Saison um eine Woche verlängerten“, sagte Jörg Bohnsack in Wusterhausen. Das sei vor etwa fünf oder sechs Jahren gewesen, erinnert sich der 58-Jährige. Dieses Mal aber ist man nun schon in der Woche zuvor dabei, einiges zu säubern und allmählich winterfest zu machen. Erste Ruderboote wurden am Freitag an Land gezogen, um sie zu reinigen. Der Hausmeister Stefan Ogor hat damit nun alle Hände voll zu tun. Später werden mit Hilfe von Bauhof-Technik diese und auch die Tretboote gesammelt auf die Sandfläche geschoben und abgedeckt. „Die Tretboote werden ja manchmal noch genutzt“, berichtete die Strandbadbeschäftigte Petra Höger.

Weniger Gäste, aber mehr Schwimm-Schüler als sonst

Am Donnerstag seien „einige kleine Wasserratten“ sogar noch baden gewesen. Es waren rund 120 Dritt- und Viertklässler der Wusterhausener Grundschule mitsamt sechs Lehrern, die sich da im Bad tummelten. Das galt als ein Projekttag in der sogenannten Starterwoche, mit der jedes Schuljahr in Wusterhausen locker angegangen wird. Und auch nächsten Mittwoch ist wieder mehr Leben im Bad. Dann feiert die Verwaltung der Dosse-Stadt dort ihr internes Herbstfest.

Der Statistik aber wird auch das nicht mehr viel helfen. „Ich rechne unterm Strich mit bestimmt einem Drittel weniger Gästen, wenn wir Ende nächster Woche zusammenzählen“, sagte Petra Höger: „Der Sommer war nun mal nicht so prickelnd.“ Dennoch sei ihr positiv aufgefallen, dass in diesem Jahr mehr Kinder Schwimmen lernten als sonst. Ob Seepferdchen oder die Schwimmabzeichen in Bronze und Silber: „Bis Ende August war hier fast jeden Tag etwas los.“

Was in beiden Strandbädern in ebenso guter Erinnerung bleibt, seien die jeweils zwei gefeierten Beach­partys. Alle vier Veranstaltungen stiegen bei gutem Wetter. „Da hatten wir eben doch mal Glück“, sagte Petra Höger und sah auf den See hinaus, über dem auch an diesem Tag nur graue, tröpfelnde Wolken hingen. Seit dem Sommerferienschluss am vergangenen Wochenende, bis zu dem verlängerte Öffnungszeiten galten, sind nun Enten und Schwäne die Stammgäste.

Oder gibt es noch Hartgesottene? Geöffnet ist in Wusterhausen diesen Sonnabend und Sonntag von 10 bis 19 Uhr und an den folgenden Wochentagen von 13 bis 18 Uhr. Das Strandbad in Kyritz lässt sich dieses Wochenende 12 bis 18 Uhr und in der Woche dann jeweils von 13 bis 18 Uhr besuchen.

Von Matthias Anke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg