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Ostprignitz-Ruppin Hoffnungsstrahlen aus Wustrau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hoffnungsstrahlen aus Wustrau
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16:28 27.08.2017
Pfarrerin Rose Möllhoff-Mylius (M.) begrüßte die befreundeten Bischöfe Markus Dröge (2. v. r.) und Heiner Koch (2. v. l.). Quelle: Reyk Grunow
Wustrau

Zwei Kirchen, die dieselbe Heilige Schrift haben, die denselben Gott anbeten, deren Glauben sich für Außenstehende nur in Details unterscheidet – und doch sind sie getrennt. 500 Jahre dauert die Spaltung der katholischen und der evangelischen Kirche jetzt schon. Für manchen Christen ist es kaum noch nachvollziehbar, warum das so sein muss. Gibt es Hoffnung, dass sich die katholische Kirche und die evangelische wieder näher kommen? Das war der Hintergrund einer Debatte zwischen dem katholischen Erzbischof Heiner Koch und seinem Kollegen Markus Dröge, dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz, am Sonnabend in Wustrau.

Die Organisatorinnen des Brandenburgischen Dorfkirchensommers hatten die beiden in das Zietendorf eingeladen. Vier Frauen aus Berlin waren es, die vor inzwischen gut 20 Jahren die Idee hatten, ein Programm auf die Beine zu stellen, das helfen soll, die vielen kleinen Kirchen im Land bekannter zu machen. Der Dorfkirchensommer bringt Leben auch dorthin, wo sonst nur noch selten Andachten oder Konzerte stattfinden.

Mehr als 300 Veranstaltungen in diesem Jahr

Seit 1996 organisiert das kleine Team jedes Jahr ein riesiges Programm. In diesem Jahr stehen mehr als 300 thematische Gottesdienste, Konzerte, Lesungen, Vorträge, Sommerfeste, Ausstellungen und Kirchenführungen im Programm des Dorfkirchensommers. Eröffnet wird der Dorfkirchensommer traditionell im Mai, seinen Abschluss findet er in diesem Jahr am Reformationstag, dem 31. Okotber. Im Jubiläumsjahr der Reformation dreht sich sehr viel dabei um Martin Luther, seine Thesen und ihre Folgen.

Knapp 60 Zuhörer waren nach Wustrau gekommen

Das Gespräch zwischen Markus Dröge und Heiner Koch gehörte zu den Höhepunkten im Festprogramm. Die Ökumene war ihr Thema, der Versuch, einer Einigung der christlichen Kirchen weltweit. In Wustrau widmeten sich die Bischöfe den Unterschieden im Amtsverständnis eines katholischen Priesters und eines evangelischen Pfarrers. Eine sehr spezielle Frage: Knapp 60 Zuhörer waren nach Wustrau gekommen, ein gehöriger Teil der Kirche blieb trotz der prominenten Gäste leer.

Dabei bewegt die Ökumene viele Christen. Viele erhoffen sich, dass die Kirchenoberen eine engere Zusammenarbeit gestatten, eine Praxis, die in den Gemeinden vor Ort oft Realität ist, wenn auch offiziell nicht erlaubt. Heiner Koch und Markus Dröge waren bemüht, Hoffnung zu verbreiten: In den vergangenen 50 Jahren sind sich die beiden Kirchen näher gekommen, als sie es in Jahrhunderten zuvor waren. Darin waren sich beide einig.

Von Reyk Grunow

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