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Ostprignitz-Ruppin Hoher Krankenstand in Ostprignitz-Ruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hoher Krankenstand in Ostprignitz-Ruppin
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00:31 10.01.2016
Besonders häufig werden Rückenleiden diagnostiziert. Quelle: dpa
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Neuruppin

Beschäftigte in Ostprignitz-Ruppin sind öfter krank als im Landesdurchschnitt. Im zuletzt ausgewerteten Berichtsjahr 2013 lag der Krankenstand bei durchschnittlich 5,9 Prozent – landesweit waren es nur 5,3 Prozent gewesen. Das geht aus dem Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg hervor, der am Anfang der Woche vorgestellt worden war.

Ostprignitz-Ruppin nahm 2013 beim Anteil der Krankmeldungen einen der Spitzenplätze in Brandenburg ein. Nur in Oder-Spree (6,3 Prozent), in der Prignitz und in Barnim (beide 6 Prozent) meldeten sich mehr Menschen krank. Besonders niedrig war der Krankenstand dagegen in Potsdam. In der Landeshauptstand waren durchschnittlich 4,5 Prozent der Beschäftigten krank gemeldet.

Auch in der Dauer der Krankmeldungen unterscheiden sich die Landkreise zum Teil erheblich. Während Menschen in Ostprignitz-Ruppin aus Krankheitsgründen durchschnittlich 14,8 Tage fehlten, konnten Beschäftigte in Brandenburg an der Havel nach durchschnittlich 12,4 Tagen wieder am Arbeitsplatz erscheinen. Landesweit lag die so genannte Falldauer bei 13,9 Tagen.

Ostprignitz-Ruppiner sind besonders lange krank. Quelle: dpa

Warum es solche regionalen Unterschiede gibt, ist unklar. „Die dargestellten regionalen Unterschiede innerhalb Brandenburgs können auf die Unterschiede in der Branchenstruktur zurückzuführen sein“, vermuten die Autoren des Berichts. Konkrete Zusammenhänge ließen sich mit dem vorhandenen Zahlenmaterial jedoch nicht nachweisen.

Besonders häufig hatten sich Brandenburger wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen, wegen Krankheiten des Atmungssystems sowie Verletzungen und Vergiftungen krank melden müssen. Auffällig ist, dass in Ostprignitz-Ruppin die meisten Fehltage wegen Verletzungen und Vergiftungen gemeldet wurden.

Der dritte länderübergreifende Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg erfasst Daten von gesetzlichen Krankenkassen sowie Unfall- und Rentenversicherungen. Nach Einschätzung des Berichtes hat sich der Krankenstand in der Region in den vergangenen Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt. Allerdings rechnen die Autoren damit, dass die Arbeitsausfälle durch den demografischen Wandel künftig weiter steigen.

Von Frauke Herweg

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