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Ostprignitz-Ruppin Hommage an die Kleingärtner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hommage an die Kleingärtner
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13:50 22.02.2018
Zu DDR-Zeiten waren Bananen kaum zu bekommen. Quelle: Peter Geisler
Wusterhausen

Nein, vier Jahrzehnte DDR waren nicht die Epoche mit Bananenschwemme und bergeweise Papaya, Mandarinen, Avocados und Orangen. Letztere kamen meistens in der Vorweihnachtszeit zum Kunden. Manchmal brachten Schiffe sie aus Kuba übers Meer, dann schafften sie es entweder bis unter den Ladentisch irgendeiner Verkaufsstelle oder sie wurden zugeteilt. Die längste Zeit des Jahres blieben sie aber ganz weg. Es fehlte einfach an Devisen, die für anderes Wichtige benötigt wurden.

Kleingärtner sicherten ein Drittel der Versorgung

So paradox es klingt: Das hatte auch Vorteile. Zwischen Kap Arkona und Fichtelberg lief ein einzigartiger Wettbewerb der Pflanzer und Pflücker. Auf etwa 17 Millionen Einwohner kamen mehr als 700 000 Kleingartenparzellen. Sie boten nicht nur Anbaufläche für gesunde Kost, sondern waren gleichzeitig Rückzugsort in eine gepflegte Idylle, Stätte der Erholung und der Individualität.

DDR-Hobbygärtner, meistens organisiert im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK), der hauptamtliche Mitarbeiter in allen Landkreisen beschäftigte, sicherten gut ein Drittel der Versorgung mit Obst und Gemüse ab. Das geschah unkompliziert. Entweder brachte es der Erzeuger direkt ins Geschäft oder zu einer Aufkaufstelle. Die gehörte zum Volkseigenen Betrieb (VEB) Obst, Gemüse, Speisekartoffeln, von vielen despektierlich auch als „Matsch & Gammel“ bezeichnet, weil in der Kette bis zum Verbraucher so manches an Frische auf der Strecke blieb.

Die Sonderausstellung ist ab 3. März zu sehen

Dem Phänomen einer landesweiten Selbstversorgung widmet das Wusterhausener Wegemuseum demnächst eine Sonderausstellung. Zu sehen sind vom 3. März bis zum 14. April Plakate, Formulare und anderes Zubehör aus einer Aufkaufstelle. Katharina Zimmermann hatte die Idee. Sie stellte sie jüngst dem Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus der Gemeindevertretung vor.

Dabei brachte die Museumsleiterin gleich noch eine Aktion ins Gespräch, die in der Westprignitz bereits seit zehn Jahren zu einem Selbstläufer geworden ist. Kleingärtner, die es seit einem gewissen Dr. Moritz Schreber in allen Epochen unbändig in die Beete zieht, lieben es, ihre selbst gezogenen oder geernteten Schätzchen vorzuzeigen. Sie tun das mit Erfolg im gesamten Reisegebiet Prignitz innerhalb der Aktion „Offene Gärten“. Ergebnisse sind nun in der Wusterhausener Sonderausstellung ebenfalls zu sehen.

Einwohner sollen ihre Gärten für Besucher öffnen

Gleichzeitig beginnt ein Test, der zeigen soll, ob sich Gleiches auch in der hiesigen Großgemeinde organisieren lässt. Auf einem Flyer zur Schau mit dem Titel „Von Matsch & Gammel und Paradiesgärten“ ist ein Feld frei gehalten. Darauf kann jeder sein Interesse bekunden, der am zweite Sonntag im Juni 2019, seinen Garten für Publikum öffnen will. Teilnahmebedingungen: Kostenloser Eintritt, Besucher erhalten Auskünfte. Der zweite Juni-Sonntag ist gesetzt. Optionale Termine könnten sein das erste Mai-Wochenende (Tag des offenen Ateliers) und das zweite September-Wochenende (Tag des offenen Denkmals). Die Flyer sind im Wegemuseum abzugeben. Die Anmeldeunterlagen werden im Herbst dieses Jahres versandt.

Katharina Zimmermann meint: „Die Aktion ermöglicht die touristische Einbeziehung aller Ortsteile. Und wann ist das schon mal so gegeben?“

Von Wolfgang Hörmann

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