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Hommage an die Kyritzer Heimat

Fotoausstellung Hommage an die Kyritzer Heimat

Heimat heißt Sicherheit, Geborgenheit, Familie, Liebe. „Gerade jetzt ist dieses Thema ja hochbrisant. Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen und eine neue finden. Andere sind in ihrer eigenen Heimat nicht mehr sicher wegen Terroranschlägen vor Ort“, sagt die Kyritzer Hobbyfotografin Franziska Schonert – und zeigt Bilder ihrer Heimat ab jetzt in der Stadtbibliothek.

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Für Franziska Schonert gehört auch die Ostsee noch zur Heimat vieler Brandenburger, ist sie doch ein nahes Ausflugsziel.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, heißt es bekanntlich. Und so gibt es eine ganze Menge, das sich dem guten Dutzend Bildern entnehmen lässt, die seit diesem Freitagabend in der Kyritzer Stadtbibliothek zu sehen sind.

Auf den ersten Blick zeigen diese Fotos Impressionen aus der Region, Landschaften rund um Unter- und Obersee, aber auch Eindrücke von der Ostsee. Sie alle haben gemein, dass sie die Heimat zeigen – die Heimat von Franziska Schonert. „Ich will hier nicht mehr weg“, sagt die gebürtige Kyritzerin, die der Region den Rücken nur für eine Phase kehrte. Denn nach dem Studium der Ethnologie, Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaften sowie des Kulturmanagements in Heidelberg, Bern und Dresden ist sie längst wieder da. Derzeit arbeitet sie als Vertretungslehrerin an Schulen in Pritz­walk und Kyritz.

Mit den Fotos will sie nun diese, ihre Heimat würdigen, sind es doch besondere Blickwinkel auf eine sonst allgegenwärtige Umgebung. Treffend betitelte die 32-Jährige ihre Ausstellung daher mit „Hom(e)mage“. Auch den Motiven gab sie Namen, denen zufolge sich hinter den Fotos noch viel mehr verbirgt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. „Heimat heißt auch Sicherheit, Geborgenheit, Familie, Liebe. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist dieses Thema ja hochbrisant. Menschen müssen aus ihrer Heimat fliehen und eine neue finden. Andere sind in ihrer eigenen Heimat nicht mehr sicher wegen Terroranschlägen vor Ort“, erklärt Franziska Schonert.

Zahlreiche Motive fanden sich am Kyritzer Untersee

Zahlreiche Motive fanden sich am Kyritzer Untersee.

Quelle: Matthias Anke

Dabei müsse es nicht immer die Spiegelreflex sein, um gute Bilder einzufangen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige Motiv vor Augen, genüge ein Handy. „Ich kann mir daher auch gut ein Fotografieprojekt mit Kindern vorstellen zum Thema Heimat.“ Ohnehin wolle sie mit ihrer Ausstellung nicht die große Fotokunst zelebrieren, sondern zum Nachdenken über die Heimat anregen und Menschen aus eben dieser zusammenbringen. In einem Gästebuch sollen sie Kontakte hinterlassen. „Ich möchte, dass die Besucher Projektideen äußern. Was wünschen Sie sich für ihre Heimat? Was ist großartig in ihren Augen? Was fehlt?“

Einen Anfang machte Franziska Schonert vor einem Jahr. Sie erhob Daten in Sachen kultureller Bildung. Dazu erfasste sie außerschulische Angebote in Kyritz und ordnete sie in einer Art Katalog. Das Ergebnis liegt der Neuruppiner Landkreisverwaltung vor wie auch der Potsdamer „Plattform Kulturelle Bildung“. Bei Bedarf lassen sich über solche Übersichten Kontakte untereinander leichter knüpfen. Wer etwa für ein Theater eine Bühne braucht, kann nachsehen, wer über solche Ausstattung verfügt.

Termin: Die Vernissage beginnt am Freitag mit dem Start des Kyritzer Lichterfestes um 17 Uhr. Die Fotos sind bis zum 8. Januar in der Bibliothek zu sehen.

Von Matthias Anke

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