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Hortbau auf Stelzen wackelt

Neuruppin Hortbau auf Stelzen wackelt

Die Lage für viele Hortkinder an der Evangelischen Schule in Neuruppin ist schlecht. Dabei gibt es ein recht neues Hortgebäude. Doch das hat nur eine Kapazität von 106 Plätzen, derzeit gibt es aber 180 Hortkinder. 80 werden deshalb in Klassenräumen betreut. Ein Investor hat einen Hortbau auf Stelzen angeboten. Doch es gibt Kritik an dem Projekt.

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Ulrich Kaatzsch (l.) bei der Anwohnerversammlung Anfang Februar.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die Pläne für ein Hortgebäude auf Stelzen, das auf dem Parkplatz des Neuruppiner Sportcenters nahe der Scholtenstraße entstehen könnte, sind womöglich schon wieder gestorben. Investor Ulrich Kaatzsch teilte am Donnerstag mit, dass er sein Angebot für den Bau angesichts „permanenter Anfeindungen“ zurückziehe. Kaatzsch fühlt sich von Anwohnern des Wohngebiets, die das Hortprojekt auf dem Parkplatz ablehnen und verstärkten Verkehr fürchten, zu Unrecht kritisiert. „Das muss ich mir nicht antun.“

Kirchengemeinde: Eltern begrüßen Parkplatz-Projekt

Die Gesamtkirchengemeinde Ruppin hat indes die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Kaatzsch trotz der Bedenken an dem Projekt festhält. Die Kirchengemeinde ist Träger des Hortes der evangelischen Schule – und der ist hoffnungslos überfüllt. Weil in dem Hortgebäude auf dem Schulhof maximal 106 Mädchen und Jungen betreut werden dürfen, werden die restlichen 80 Kinder derzeit nachmittags in Klassenräumen betreut. Dafür gibt es eine Ausnahmegenehmigung, die aber nur fünf Jahre gilt. Nach Auswegen hat die Kirchengemeinde gesucht. Doch ein Aufstocken des Hortgebäudes sei aus statischen Gründen nicht möglich, sagt Rainer Fellenberg von der Kirchengemeinde. Daher wurde nach einer anderen Lösung gesucht. Die Idee für einen Hort auf Stelzen, der auf dem Parkplatz am Sportcenter entstehen könnte, sei vom Kita-Ausschuss, dem auch Eltern und Mitarbeiter angehören, begrüßt worden, so Fellenberg. Denn dort könnte Platz für 130 Hortkinder geschaffen werden. Das bestehende Hortgebäude würde dann zum Haus für die Erstklässler, die einen besonderen Betreuungs- und Raumbedarf haben. Die älteren Hortkinder könnten indes zusammen an einem Standort betreut werden und nicht wie derzeit verteilt auf vier Gebäude.

Plötzliche Absage

Von der Skepsis der Anwohner gegenüber dem Projekt wurde die Kirchengemeinde ebenso überrascht, wie jetzt von der plötzlichen Absage des möglichen Investors. Die Gemeinde setzt darauf, dass sich Kaatzsch die Sache noch einmal überlegt, sonst könnten im nächsten Jahr nur noch 106 Hortkinder in der evangelischen Schule betreut werden. Grundsätzlich hält Ulrich Kaatzsch das Projekt weiter für möglich. Aber derzeit ist das Thema Hort für ihn „erst einmal abgehakt“.

Von Andreas Vogel

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