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Ostprignitz-Ruppin Hundebesitzer müssen mehr Steuern zahlen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hundebesitzer müssen mehr Steuern zahlen
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00:17 12.08.2016
Seine Hundemarke ist künftig unbefristet gültig – auch das soll die neue Hundesteuersatzung regeln. Quelle: Peter Geisler
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Gottberg

Hundebesitzer in Märkisch Linden müssen künftig mehr Steuern bezahlen. Ab dem kommenden Jahr werden voraussichtlich 20 Euro für den ersten Hund fällig. Für ein zweites Tier haben Hundehalter dann 50 und für einen dritten Vierbeiner 100 Euro zu zahlen. Das zumindest sieht der Entwurf einer Satzung vor, auf den sich die Gemeindevertreter am Montagabend geeinigt haben. Endgültig beschlossen ist die Satzung noch nicht.

Bislang zahlen Hundebesitzer in Märkisch Linden für den ersten Hund nur elf Euro – weniger als in allen anderen Gemeinden des Amtes Temnitz und deutlich weniger als etwa in Fehrbellin (25 Euro) Lindow (60 Euro) oder in Neuruppin (70 Euro). Bürgermeister Detlef Scholz war dennoch skeptisch, ob eine Erhöhung der Hundesteuer überhaupt nötig ist. „Wir sollten die Gebühren lieber da anpassen, wo wirklich Kosten anfallen – etwa auf dem Friedhof“, sagte er. Gemeindevertreter Hans Loths sah das ähnlich. „Eine Hundesteuer auf dem Dorf kann man schlecht begründen.“

Seit 18 Jahren war die Hundesteuer nicht mehr erhöht worden

Nach kurzer Diskussion einigten sich die Gemeindevertreter doch auf eine Erhöhung der Hundesteuer – auch weil die bisherigen Steuersätze seit 18 Jahren nicht mehr erhöht wurden. Einig waren sich die Gemeindevertreter darin, dass die Erhöhung der Steuersätze für das zweite und dritte Tier durchaus ein wenig kräftiger ausfallen könnten. Wer mehrere Hunde halten könne, könne auch höhere Steuern für seine Tiere zahlen, argumentierte Gemeindevertreter Roland Wisch.

Erstmals müssen Hundehalter für sogenannte gefährliche Hunde einen eigenen Steuersatz bezahlen. 200 Euro werden fällig, wenn jemand einen als gefährlich eingeschätzten Hund besitzt – das könnten nach der Hundehalterverordnung Rottweiler, Dobermänner, Bullterrier oder etwa Mastiffs sein. Die Statistik des Amtes Temnitz weist allerdings wenige dieser Tiere aus. In Märkisch Linden sind nur zwei sogenannte gefährliche Hunde registriert.

Auch in der Nachbargemeinde werden Kampfhunde teuer

In der Gemeinde Dabergotz könnten künftig für einen Kampfhund sogar 500 Euro fällig werden. Dafür hatten sich die Gemeindevertreter im Juli ausgesprochen (MAZ berichtete). Zwar leben in Dabergotz bislang gar keine registrierten Kampfhunde. Doch Bürgermeister Ulrich Krebs und auch die Gemeindevertreter erhoffen sich von dem hohen Steuersatz eine abschreckende Wirkung. Auch Dabergotz hatte sich für eine Erhöhung der Hundesteuer ausgesprochen: Hundehalter zahlen dort für das erste Tier künftig 22 Euro, für den Zweithund 50 und für den dritten Hund 100 Euro.

Bequem für die Hundehalter in Märkisch Linden: Die Hundemarke soll künftig – wenn die neue Satzung beschlossen ist – unbefristet gültig sein. Bislang hatten Hundebesitzer alle drei Jahre eine neue Marke holen müssen. „Ein hoher Aufwand“, sagt Amtsdirektorin Susanne Dorn.

Von Frauke Herweg

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