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Ostprignitz-Ruppin Hunderte Haushalte ohne Strom
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hunderte Haushalte ohne Strom
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09:51 22.10.2013
Neue Panne in Neuruppin: Kurzschluss in einer Trafostation an der Scholtenstraße Quelle: Henry Mundt
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Neuruppin

Kurz vor 8 Uhr am Morgen war die Feuerwehr nach einem automatischen Alarm in die Scholtenstraße gegenüber dem Landesbehördenzentrum ausgerückt. Durch einen Kurzschluss waren Kabel und Anlagen verschmort. Der Fehler war an einer Stelle entstanden, an der die 15.000 Volt Mittelspannung auf 400 Volt heruntergeregelt wird. Der Kurzschluss führte dazu, dass etliche Straßen rund um die Station vorübergehend ohne Strom waren. Betroffen waren Haushalte und Firmen von der Präsidentenstraße bis ins Neubaugebiet, sagte Detlef Jakob von den Stadtwerken gestern Nachmittag.

Überall ging am Morgen plötzlich das Licht aus. Das Rathaus war ohne Strom, das Landgericht, die Zentrale der Sparkasse, das Sportcenter und auch die Polizei. Verglichen mit dem Ausfall des Telefonnetzes am Dienstag war dieser Schaden schnell behoben. Knapp eine Stunde später hatten die ersten betroffenen Straßen wieder Strom. Bis kurz vor 10 Uhr waren auch die letzten wieder am Netz, so Betriebsingenieur Jakob.

Was der Auslöser für den Kurzschluss war, stand am Donnerstag noch nicht eindeutig fest. „Die Ursache muss ein Gutachter prüfen“, sagt Jakob. „Wir haben alles ausgebaut und ersetzt.“ Die Reparaturen sollten bis in die Nacht dauern.

Manche Firmen und Hausbesitzer kämpfen indes noch immer mit dem Ausfall der Telefon- und Internetleitungen. Bei Arbeiten für den Ausbau der Fernwärmeleitungen hatte ein Bohrer am Dienstag mehrere wichtige Telefonkabel zerstört. Zehntausende Haushalte in Neuruppin, Rheinsberg, Fehrbellin und anderen Orten waren daraufhin ohne Telefon und Internet. Auch das Handynetz der Telekom war ausgefallen. Es gab ebenfalls erhebliche Probleme mit dem Notruf des Rettungsdienstes.

Kabelbaufirmen und Spezialisten der Telekom arbeiten unermüdlich daran, die zerstörten Leitungen zu flicken und auszutauschen. Am Mittwoch hatten die meisten Haushalte, Behörden und Firmen wieder Telefon und Internet. Aber nicht alle.

Die Hauptfiliale der Raiffeisenbank an der Karl-Marx-Straße war auch am Donnerstag noch nahezu von jeder Kommunikation abgeschnitten. Telefone und Datenleitungen funktionierten nach wie vor nicht. Wie lange das noch so bleiben wird, konnte bei der Bank niemand sagen. „So langsam nervt es“, sagte Anja Gensch von der Raiffeisenbank. Immerhin hatten Experten der Bank einen Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten mit Zusatztechnik zum Laufen gebracht. Die Bank war die ganze Zeit über geöffnet.

Seit Dienstagabend sind Arbeiter Tag und Nacht dabei, tausende feine Datenleitungen in den zerstörten Kabel wieder zusammenzufügen. Telekomsprecher Georg von Wagner ging gestern davon aus, dass die Reparatur noch Tage dauern kann.

Zerstört wurde das Kabel, als eine Firma im Auftrag der Stadtwerke ein Fernwärmerohr unter der Karl-Marx-Straße hindurchziehen wollte. Das Straßenverkehrsamt hatte nicht erlaubt, die Straße zu sperren und einen Graben zu buddeln, um die beiden Rohre zu verlegen. Die erste der beiden nötigen Bohrungen in Höhe der Rosenstraße war am Montag abgeschlossen, sagt Detlef Jakob. Die Telekomkabel wurden am Dienstag beim Zurückziehen der Fernwärmeleitung beschädigt. Wenn die repariert sind, gehen die Arbeiten der Stadtwerke weiter.

Die müssen an dieser Stelle noch ein zweites Rohr unter der Straße hindurchziehen. Und später noch zwei unter der Steinstraße, sagt Jakob. Wenn es auch dort keine Erlaubnis gibt, einen Graben zu buddeln.

Von Reyk Grunow

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