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Ostprignitz-Ruppin Hundeverbot in Neuruppin sorgt für Ärger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hundeverbot in Neuruppin sorgt für Ärger
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10:04 03.06.2016
In Neuruppin haben Hunde auf den Flächen des Flugplatzes nichts mehr zu suchen. Quelle: dpa-Zentralbild
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Neuruppin

Das Hundeverbot auf dem früheren Flugplatz in Neuruppin sorgt für Unmut. Seit Kurzem verbieten Schilder das Betreten des Areals. Vor allem aber stellt die städtische Tochterfirma Inkom als Eigentümer der Flächen klar, dass frei laufende Hunde dort nichts zu suchen haben. Die Inkom, der der größte Teil des Flugplatzes gehört, zieht damit nach – zum Wohle der weidenden Schafe. Andere Grundstücksbesitzer haben schon viel früher Verbotsschilder aufgestellt.

Seit Jahren nutzen viele Neuruppiner das Areal als Auslaufplatz für ihre Vierbeiner. Dass das jetzt verboten sein soll, macht einige Hundehalter sauer. Sie fordern einen anderen Platz, auf dem sie ihre Tiere laufen lassen können: Die Stadt müsste einen offiziellen Hundeauslaufplatz schaffen, so wie ihn andere Orte auch haben. „Wir zahlen schließlich Hundesteuer“, sagt etwa Manuel Reiser, der selbst einen Hund hat. Reiser ist viel unterwegs und kann sein Tier auch andernorts frei laufen lassen. Aber was ist mit den vielen Rentnern, die am Rand des Flugplatzes wohnen und die großen freien Flächen gern genutzt haben, weil sie nah dran liegen.

Parasiten aus dem Hundekot können Schafe befallen

Schafzüchter Johann Nesges kann den Ärger in gewisser Weise verstehen: „Wer einen Hund hat, will ihn natürlich auch mal laufen lassen.“ Aber auf den Schafweiden geht das nun mal nicht. Hunde können durch ihren Kot Parasiten übertragen, vor allem den Einzeller Neospora caninum.

Die Flächen des Flugplatzes gehören heute vielen Eigentümern. Die meisten wollen nicht, dass jemand ihre Grundstücke betritt. Quelle: Geisler

Pflanzenfresser wie Schafe, aber auch Rinder oder Ziegen, können sich über das Futter damit infizieren, werden krank und magern ab. Die Parasiten können zu Fehlgeburten führen. Den Schaden hat letztlich der Schäfer.

Hans Schaefer von der Inkom sieht deshalb keine Alternative, als die Wiesen auf dem Flugplatz zu sperren – zum Schutz der Tiere. Eine Verantwortung, dann andere Auslaufflächen für Hunde bereitzustellen, sieht der Inkom-Chef nicht. Die gesperrten Flächen seien Privateigentum. Schaefer: „Da müssen sich die Hundehalter schon an die Stadt wenden.“

Es gibt keine Regel die Auslaufplätze für Hunde vorschreibt

Aber auch die sieht sich nicht in der Lage, offizielle Auslaufflächen für Hunde zu schaffen. „Gesetzliche Vorschriften für die Bereitstellung und Ausweisung eines Hundeauslaufplatzes gibt es nicht“, sagt Stadtsprecherin Michaela Ott.

Trotzdem gab es schon früher Forderungen von Hundebesitzern, einen solchen Platz bereitzustellen – schließlich ist in der Stadtordnung vorgeschrieben, dass im Stadtgebiet und in den Ortsteilen für Hunde generell Leinenzwang herrscht. Das gilt allerdings nur „in geschlossenen Ortslagen“, sagt Michaela Ott. „Somit können außerhalb der geschlossenen Ortslage die Hundehalter ihre Hunde auf den Wegen in der freien Landschaft, auf Wiesen, Brachflächen und ähnlichem frei laufen lassen.“ Zumindest wenn die Eigentümer das nicht verbieten.

Neuruppins Stadtverwaltung konnte keine geeigneten Flächen finden

Schon vor Jahren hatte die Stadtverwaltung nach Flächen gesucht, die für einen offiziellen Hundeauslaufplatz geeignet wären. Allerdings vergeblich. Die untersuchten Flächen waren entweder zu klein oder aus anderen Gründen für Hunde nicht geeignet.

Auch auf dem Flugplatz gehört der Fontanestadt eine Teilfläche. Die kommt als Hundeplatz aber auch nicht infrage, sagt Rathaussprecherin Ott. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass auf der Fläche noch alte Munition im Boden liegt. Um alles absuchen zu lasen, fehlt das Geld. Zudem plant die Stadt, auch auf ihren Flächen demnächst Schafe weiden zu lassen.

Von Reyk Grunow

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