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Ostprignitz-Ruppin Immer schön sauber bleiben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Immer schön sauber bleiben
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02:20 16.03.2018
Während des Handhygienetages an der Blackbox in der KMG-Klinik in Wittstock. Hygienefachkraft Robina Heinrich (l.) mit Teilnehmerinnen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Sicher ist sicher: Barbara Franke aus Wittstock hat immer ein Fläschchen Desinfektionsmittel in der Handtasche. „Wenn man zum Beispiel diese Griffe von den Einkaufswagen anfasst, dann finde ich das eklig“, sagt sie. Mit dem Mittel habe sie ein besseres Gefühl. Von dieser vorbildlichen Angewohnheit berichtete sie am Montag in der KMG-Klinik in Wittstock. Zehn MAZ-Leser bekamen dort innerhalb der MAZ-Aktion „Fit & Gesund“ die Gelegenheit, mehr über das Thema Handhygiene zu erfahren. Hygienefachkraft Robina Heinrich und Pflegedienstleiterin Kathrin Bartel nahmen die Gäste mit in die unsichtbare Welt der Keime und ihre Verbreitung.

Karten, Computer, Quiz

Dabei lernten die Gäste das „Casino“ kennen. Es heißt so, weil es im Spiel Wissen zum Thema vermittelt. Ob mit Karten, am Computer oder bei einem Quiz – immer steht die Handhygiene im Mittelpunkt. In kleinen Filmen erfuhren die Besucher, dass Ignaz Semmelweis diese im 19. Jahrhundert im Umgang mit Patienten eingeführt hatte und sahen, wie sich Keime im Alltag verteilen, wenn man sie farblich erkennen kann.

99 Prozent keimfrei

„Ein Desinfektionsmittel macht die Hände zu 99 Prozent keimfrei, Händewaschen zu etwa 20 Prozent“, sagt Robina Heinrich. In der Wittstocker KMG-Klinik gibt es Spender im Eingangsbereich der Klinik, in den Warteräumen, vor jedem Funktionsbereich und in jedem Patientenzimmer. Dort kann sich jeder bedienen. Zudem verfügen die Mitarbeiter über Kitteltaschenflaschen mit Desinfektionsmitteln, die mit Pflegezusätzen versehen sind.

Kurzärmelige Kittel

Aus hygienischen Gründen seien künstliche Fingernägel im Krankenhaus verboten – und die Kittel der Krankenschwestern grundsätzlich kurzärmelig. Seit diesem Jahr beteilige sich die KMG-Klinik an der Aktion „Saubere Hände“, einer bundesweiten Kampagne zur Verbesserung der Händedesinfektion in Gesundheitseinrichtungen.

Ein bis zwei Hübe

Drei bis fünf Milliliter – das sind ein bis zwei Hübe mit dem Spender – sollten benutzt werden, um die Hände im Krankenhaus zu desinfizieren.

In der KMG-Klinik in Wittstock lernten die Teilnehmer an der MAZ-Aktion „Fit & Gesund“ viel Interessantes rund um die Handhygiene. Quelle: Björn Wagener

Dabei sei darauf zu achten, dass Daumen und Handgelenk mit einbezogen werden, empfiehlt Robina Heinrich. Wie gut die Hände desinfiziert sind, wird in der sogenannten Blackbox mit Hilfe von Schwarzlicht sichtbar. Auch das konnten die Besucher am Montag selbst ausprobieren.

Ganz persönliches Desinfektionsmittel

Wer ein Desinfektionsmittel auch zu Hause benutzen möchte, solle es sich „entsprechend seines persönlichen Krankheitsbildes“ aus der Apotheke holen, so die Hygienefachkraft. „Früher haben wir draußen gespielt, uns schmutzig gemacht, krank sind wir trotzdem nicht geworden. Betreiben wir zu viel Hygiene?“, fragte Besucherin Barbara Franke. Für die richtige Dosierung beim Händewaschen empfahl Robina Heinrich den „gesunden Menschenverstand“. Vor dem Essen; nach dem Gang zur Toilette oder nach der Gartenarbeit sollten die Hände auf jeden Fall gewaschen werden. Das Desinfizieren sei zu Hause im Alltag aber nicht zwingend nötig.

Es beginnt schon in den Schulen

Anlässlich des Internationalen Tages der Handhygiene hatte die KMG-Klinik bereits am 5. Mai 2017 erstmals Gymnasiasten zu einer Aktion eingeladen, die deutlich machen sollte, wie wichtig regelmäßiges Händewaschen ist. Eine ähnliche Veranstaltung werde es am 9. Oktober geben.

Robina Heinrich plädiert dafür, darauf zu achten, dass auf Schul-Toiletten immer genügend Seife vorhanden ist. Von Desinfektionsmitteln in Schulen hält sie aber wenig. Der unkontrollierte Umgang mit diesen Mitteln, könne dazu führen, dass sie ins Auge geraten und dann sogar zu Verletzungen führen.

Viel gelernt

Die Besucher betonten immer wieder, dass sie vieles gelernt hätten. „Man sieht das sonst ja gar nicht so hintergründig“, sagte Barbara Franke. Zum Mitnehmen gab es neben Handcreme, Kugelschreiber oder Einkaufswagenchips auch Anleitungen zur Herstellung von Masken und Peelings für die Hände.

Von Björn Wagener

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