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Ostprignitz-Ruppin IS-Terror beschäftigt die Kyritzer
Lokales Ostprignitz-Ruppin IS-Terror beschäftigt die Kyritzer
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00:18 05.02.2016
Kathrin Boleslawsky(l.) sprach als Mitorganisatorin der Kyritzer Friedensdemonstrationen mit dem RBB-Team. Quelle: Foto: André Reichel
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Kyritz

Für Aufsehen sorgte am Dienstagnachmittag ein Kamerateam des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) auf dem Kyritzer Marktplatz. Bürger sollten dort zu Wort kommen, die via SMS vom sogenannten „Islamischen Staat“ aufgefordert wurden, zum Islam zu konvertieren. Seit mehreren Wochen bereits tauchen diese ominösen Nachrichten in der ganzen Prignitz-Ruppiner Region auf.

Die Fernsehreporter wurden durch einen MAZ-Beitrag aus Kyritz auf dieses Thema aufmerksam und sprachen nun beispielsweise mit Heike Wredenhagen aus Stüdenitz. Sie berichtete ihnen, was in ihr vor ging, als sie die SMS erhielt. „Das hat mir Angst gemacht“, sagte sie. Seither betrachte die Stüdenitzerin Meldungen zum Krieg in Syrien und in anderen Regionen der Welt in den Nachrichten mit ganz anderen Augen.

Zu sehen sein wird der Beitrag im RBB in der Sendung „Zibb“. Wann er gesendet wird, steht noch nicht fest. „Voraussichtlich nächste Woche“, sagte RBB-Mitarbeiterin Ulrike Steinbach. Zuvor hatte sie den Kyritzer Wulf-Harri Häusler interviewt. Der Vorsitzende des Sportvereins SC Blauer Anker bekam die SMS ebenfalls. Und nicht nur er: Mitglieder des Vereins und auch Gäste berichteten davon.

Begegnungscafé soll Flüchtlinge und Einheimische zusammenbringen

Die Themen Krieg und IS-Terror beschäftigen in Kyritz die Menschen ohnehin schon seit längerem. So gibt es mittlerweile die Initiative „Bürger für Frieden“. Sie besteht aus bis zu 50 besorgten Bürgern, die seit Ende November jeden Montag auf dem Kyritzer Marktplatz demonstrieren. Von ihnen allerdings bekam bislang keiner die besagte SMS, wie Kathrin Boleslawsky von der Initiative dem RBB-Team erklärte. Nichtsdestotrotz sagte sie kämpferisch: „Das ist ein Eingriff in die Privatsphäre, und davon einschüchtern lassen sollten wir uns auf gar keinen Fall.“

Die Demo am Montag war die mittlerweile elfte ihrer Art. Die Teilnehmer hatten sich schon beim vorigen Mal anschließend ins Warme an einen Tisch begeben, um über Flüchtlingshilfe in der Region zu sprechen und Ideen zu diskutieren. Dieses Mal einigten sie sich darauf, eine Art Begegnungsstätte zu schaffen. Nach Wusterhausener Vorbild sollen die neuen Mitbürger mit den Einheimischen auf diese Weise bessere Kontakte knüpfen. Auch für die längst in Kyritz lebenden Spätaussiedler aus der Ukraine, Russland oder Kasachstan wäre dies ein Angebot. Ein erster Termin ist für Anfang März vorgesehen. Im Gemeindehaus der Kirchengemeinde in der Bachstraße soll dann ein „Kulturencafé“ organisiert werden. Wer sich einbringen will oder noch ganz andere Ideen hat, der ist gern gesehen – auch nächsten Montag ab 18 Uhr erneut unter der Friedenseiche auf dem Marktplatz.

Von André Reichel

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