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Ostprignitz-Ruppin IX. Triennale in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin IX. Triennale in Wittstock
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09:51 22.02.2016
Die Besucher machten unter den Kleingrafiken ihre Favoriten aus.
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Wittstock

Die Kunst drängelt sich auf dem klassischen Format A4. Frauenkörper, Tiere aller Kontinente, Landschaften oder abstrakte Kunst – mit reduzierten Farben in schwarz-weiß oder knallbunt. Doch die kräftigen Farben fallen eher aus dem Rahmen und springen dem Besucher als Achtungszeichen entgegen.

Indien, das Land Asiens mit der zweitgrößten Bevölkerung, ist mit sechs Künstlern bei der IX. Triennale vertreten. Quelle: Ruch

Zum 8. Mal reihen sich die Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock in die Triennale der Kleingrafik aus dem französischen Chamalières ein. Als einzige Stadt in Deutschland präsentiert die Grafik Dossestadt dieses Ausstellungsformat. Am Sonnabend eröffneten Museumsleiterin Antje Zeiger sowie Jörg Gehrmann als Vorsitzender vom Förderverein der Museen die Wanderausstellung. Die Schau ist bis 22. Mai geöffnet.

Bei der IX. Triennale stellen 191 Künstler aus 49 Ländern ihre Werke aus. 191 Grafiken, Holz- und Linolschnitte oder Lithographien fallen ins Auge, regen an und setzen Diskussionen in Gang. 1988 beteiligten sich bei der I. Triennale 228 Künstler aus 40 Ländern. Wolfgang Dost, früherer Museumsleiter in Wittstock, bahnte nach dem Mauerfall den Weg zur ersten Triennale in der Dossestadt an: „Über die Partnerstadt Uetersen wurde 1991 der Kontakt zum französischen Generalkonsulat in Hamburg arrangiert, dann nach Paris weiter vermittelt, bis wir letztlich mit einem Kleinbus die Bilder hierher holten.“ Beim Gang durch die aktuelle Ausstellung sagte er: „Ist das nicht herrlich? Das war damals gar nicht absehbar, dass sich daraus eine so langfristige Sache entwickelt.“

Der Sieger kommt aus der Ukraine sowie der zweite und dritte Platz aus Frankreich (v .l.). Quelle: Ruch

„Die Triennale ist ein sehr schönes künstlerisches Format“, sagte Antje Zeiger. Die Jury in Frankreich geht dabei mitunter weite Wege, denn die Künstler leben zerstreut auf allen Kontinenten. „Sie müssen gesucht und gefunden, dann mit drei Werken aus ihrem Land delegiert werden und stellen letztendlich jeweils eine Kleingrafik aus“, erläuterte Antje Zeiger den Ablauf. Alle Werke können käuflich erworben werden. Doch wenn ein afrikanischer Künstler 48 Stunden von der nächstgelegenen Post entfernt wohnt und keine Möglichkeit findet, das Honorar in Form von Geld entgegen zu nehmen, lässt er mitunter auch zwei Ausstellungskataloge als Währung gelten. Diese Episode streute Antje Zeiger in ihre Begrüßungsrede ein. Sie verdeutlicht zugleich, dass vieles im Leben relativ ist.

Wie ein Foto: Das Zebra eines französischen Künstlers. Quelle: Ruch

Jörg Gehrmann sagte in seinem Grußwort: „Dem Betrachter ist die Herkunft des Künstlers egal, es kommt vielmehr auf den Ausdruck des Werkes an.“ Ellen Thonack, Kunstlehrerin am Wittstocker Gymnasium, gehörte zu den Besuchern: „Mit unseren Schülern werde ich wieder die Ausstellung besuchen, denn die kleinen Formate sind so vielfältig und für jeden Geschmack ist etwas dabei.“

Wer von den 40 Besuchern bei der Vernissage auf die Ländernamen und somit auf das Kleingedruckte achtete, erlebte die Kunst einmal mehr als Stimmungsbarometer der Politik. Aktuell sind mit Marokko und Südafrika nur zwei Staaten Afrikas vertreten; bei der vorletzten Triennale waren es noch 22 Länder. Ähnlich drastisch beschneidet die arabische Welt derzeit ihre Künstler.

Von Christamaria Ruch

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