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Ostprignitz-Ruppin Ihren Dorfladen vermisst sie nicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ihren Dorfladen vermisst sie nicht
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00:17 21.08.2016
Anke Tusche: „Der Gottesdienst findet an diesem Tisch statt.“ Quelle: Bihler
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Dranse

Früher hat Anke Tusche den Dorfladen in Dranse geführt. Und gemeinsam mit ihrem Ehemann war sie auch für die Kantine am Bundeswehrstandort in Kuhlmühle verantwortlich. Als die Armee dann abzog, war klar: „Wir hatten immer gut zu tun, es hat alles gepasst, und ich werde mit 63 Jahren in Rente gehen.“

Dass sie ihren Laden aufgegeben hat, bedauert die Dranserin heute nicht: „Wissen Sie, das hat sich einfach nicht mehr gelohnt. Die Leute kamen zwar, und kauften hier und dort mal ein Paket Kaffee, und im Sommer gab es natürlich auch die Spaziergänger. Aber alles in allem war es einfach zu wenig Umsatz, um den Laden weiter geöffnet zu halten.“

Auch, wenn die 66-Jährige heute bereits ihren Ruhestand angetreten hat: Die Hände in den Schoß legt sie lange nicht. Zum einen wird sie zwei, drei Mal pro Jahr mit ihrer Gulaschkanone zu verschiedenen Anlässen nach Wittstock eingeladen, um dort die Versorgung von Gästen sicherzustellen. Zum anderen sorgt sie aber auch in Dranse selbst dafür, dass bei verschiedenen Anlässen für die Gäste Kaffee, Kuchen und belegte Brote zur Verfügung stehen.

Gottesdienste ohne Pfarrer in Dranse

Vor allem aber engagiert sie sich in der Kirchengemeinde im Dranser Land: So ist sie beispielsweise eines der aktiven Mitglieder des Gemeindekirchenrates, das dafür gesorgt hat, dass die Dranser in ihrer Kirche regelmäßig an jedem Sonntag einen Gottesdienst feiern können – im Gegensatz zu anderen Orten, in denen der Gottesdienst nur wenige Male im Jahr stattfindet, weil es inzwischen in der Region nur noch sehr wenige Pfarrstellen gibt. „Die ersten ein, zwei Mal war ich ganz schön nervös“, erinnert sie sich, „aber dank der guten Vorbereitung des ehemaligen Dranser Pfarrers Hans-Joachim Zibell können heute verschiedene Gemeindemitglieder den Gottesdienst leiten.“ Der hatte nämlich akribisch und mit vielen Erläuterungen den Dransern ein Handbuch erstellt, wie sie ihre Gottesdienste vom Glockengeläut bis zu den Fürbitten selbst gestalten können.

„Eine riesige Menge Papierkram“

Rund um die Kirche hat die Dranserin mit der Unterstützung weiterer Gemeindemitglieder noch vieles mehr zu erledigen. Da müssen beispielsweise die riesigen Grünanlagen gepflegt werden oder auch Fördermittel für die Kirchensanierung beantragt werden: „Eine riesige Menge Papierkram ist das.“ Zudem ist sie die gute Seele des Gemeindehauses: „Damit unsere älteren Mitglieder gerne kommen, haben wir hier jetzt Sanitäranlagen und eine Küche eingebaut.“

Von Claudia Bihler

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