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Ostprignitz-Ruppin Illegale Abkühlung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Illegale Abkühlung
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02:16 06.07.2015
Auf der Suche nach den illegalen Badegästen: Benjamin Kremp vom Wittstocker Ordnungsamt am Dosseteich. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Die Hitze brennt, also nichts wie rein ins Wasser. Das müssen sich am Freitag auch mehrere Jugendliche gedacht haben und stiegen in den Dosseteich, um sich abzukühlen. Schließlich gibt es sogar einen Steg und eine Treppe, die ins Wasser führt. Doch der Sprung ins kühle Nass ist keine gute Idee. Der Wittstocker Bauhofleiter Hans-Joachim Mantey warnt: „Das Baden ist im Dosseteich verboten. Der Boden ist schlammig und nicht tragfähig.“ Der Teich ist seit seiner kürzlichen Sanierung anderthalb bis zwei Meter tief. „Außerdem gibt es gefährliche Senken. Das genügt unter Umständen schon, um zu ertrinken“, ergänzt der Bauhofleiter. Hinzu komme, dass ab mittags die Fontäne angeschaltet wird, was einem Badebetrieb ebenfalls entgegenstehe.

Kontrollrunden am Teich

Ordnungsamtsmitarbeiter Benjamin Kremp ist kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls vor Ort. Allerdings hatten sich die Badenden offenbar bereits davongemacht. Außer ein paar Enten ist niemand mehr zu sehen. „So etwas haben wir bisher noch nie gehabt“, berichtet Benjamin Kremp. Wer auf die Idee kam, in den Dosseteich abzutauchen, kann er nur vermuten: „Vielleicht Jugendliche oder Flüchtlinge, die von dem Badeverbot nichts wissen – woher auch?“, sagt er und dreht vor Ort noch eine Kontrollrunde. Es gab zunächst Hinweise, dass auch die Polizei vor Ort gewesen sei. Doch das konnte Polizeisprecher Thoralf Reinhard auf MAZ-Nachfrage nicht bestätigen.

Idyllisch: der Dosseteich im Zentrum von Wittstock. Quelle: Björn Wagener

Schilder mit der Aufschrift „Baden verboten“ werden trotz dieses Vorfalls aber wohl nicht am Teich aufgestellt. Davon jedenfalls geht Hans-Joachim Mantey aus. Andernfalls müssten auch Stellen an Flüssen oder ähnliche Bereiche, die unter Umständen zum Baden verführen könnten, mit solchen Schildern versehen werden. Das sei kaum durchsetzbar. Daher müsse die Situation umgekehrt betrachtet werden – und zwar, dass das Baden nur dann erlaubt ist, wenn auf einem Schild ausdrücklich darauf hingewiesen wird.

Von Björn Wagener

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