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Ostprignitz-Ruppin Illegaler Drogen-Webshop abgeschaltet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Illegaler Drogen-Webshop abgeschaltet
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19:30 19.10.2016
Quelle: Polizei
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Neuruppin

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat die Polizei am Dienstag die Wohnung eines 29 Jahre alten Mannes durchsucht. Der Mann steht im Verdacht, im sogenannten Darknet, einem für Suchmaschinen nicht zugänglichen Teil des Internets, seit fast einem Jahr Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Arzneimittel zum Kauf angeboten zu haben. Die Drogen konnten nur mit der digitalen Währung Bitcoin gekauft werden.

Auf die Spur gekommen war die Polizei war dem 29-jährigen in einem von der Staatsanwaltschaft Cottbus zusammen mit dem Landeskriminalamt Brandenburg geführten Ermittlungsverfahren durch eigene Recherchen im Internet.

Reger Betrieb

Dem Inhalt und der Aufmachung nach handelte es sich bei dem Webshop mit dem Namen Drugs4You um eine szenetypische illegale Plattform der deutschsprachigen Untergrund-Wirtschaft. Zahlreiche Kommentare vermeintlicher Käufer auf der Seite suggerierten zumindest einen regen Geschäftsbetrieb seit November 2015, so die Polizei.

Unter dem Begriff Underground-Economy sind im deutschsprachigen Raum Webseiten und Boards zu verstehen, die als Umschlagplätze dem Handel mit illegalen Gütern (insbesondere Betäubungsmittel, Waffen, Dokumenten- und Währungsfälschungen) und als digitale Verabredungsorte zum Begehen von Straftaten, insbesondere im Internet, dienen.

Landeskriminalamt ermittelte den Betreiber

Nach intensiver Arbeit gelang es Ermittlern des Landeskriminalamtes Brandenburg, den Tatverdächtigen als mutmaßlichen Betreiber der oben genannten Verkaufsplattform zu identifizieren. Bei der Durchsuchung am Dienstag stellte die Polizei zahlreiche Datenträger sichergestellt. Außerdem „übernahm“ die Polizei die für die Straftaten verwendete Internetseite und schaltete diese mittlerweile ab.

Umfangreiches Vermögen gepfändet

Bei dem Beschuldigten fanden die Beamten außerdem umfangreiche Vermögenswerte, die aus dem Verkauf von Drogen stammen sollen. Diese wurden inzwischen gepfändet. Darunter befinden sich Bitcoins im fünfstelligen Eurobereich.

Der Leiter des Landeskriminalamtes, Dirk Volkland, sagt dazu: „Der erfolgreiche Einsatz hat gezeigt, wie schlagkräftig der Cybercrime-Bereich im Landeskriminalamt bereits ist. Dieses Deliktfeld wird weiterhin ein Schwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung bleiben. Es ist daher vorgesehen, das Dezernat Cybercrime weiter auszubauen.“

Den genauen Ort der Durchsuchung wollte die Polizei am Mittwoch nicht verraten, da es sich um einen sehr kleinen Ort handele.

Von MAZ-Online

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