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Im Gemeinschaftsgarten blüht es

Kyritz Im Gemeinschaftsgarten blüht es

Zwar gibt es im Kyritzer Gemeinschaftsgarten am Leddiner Weg kein fließendes Wasser, doch davon lassen sich der Initiator Marco Geitz und seine Mitstreiter nicht schrecken. Schüler der Carl-Diercke-Oberschule machten ein Stück Garten urbar. Darin wurde gepflanzt, was das Zeug hält. Zum Gärtnerglück fehlt jetzt nur noch ein Brunnen.

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Mit Wasser müssen die Gemeinschaftsgärtner besonders sparsam umgehen, denn es gibt vor Ort noch keinen Brunnen.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten am Leddiner Weg in Kyritz war an diesem Mittwoch Saisonstart. Frühmorgens rückten Schüler der Carl-Diercke-Oberschule mit Gartengeräten an und machten sich fleißig ans Werk. Mit Spaten und Harke wurde von ihnen ein gut 150 Quadratmeter großes Stück Gartenland urbar gemacht. Die Jungen und Mädchen absolvierten ihren Arbeitseinsatz im Rahmen einer Projektwoche, die Nachhaltigkeit zum Thema hat. Dazu konnte ihnen Marco Geitz, der das Gartenprojekt betreut, einiges erzählen, schließlich hat er für sein Gartenprojekt ebenfalls eine nachhaltige, die Natur respektierende Bewirtschaftung im Sinn.

Die Pflanzen und Sämereien wurden von Biogärtner Frank Wesemann aus Barenthin spendiert

Die Pflanzen und Sämereien wurden von Biogärtner Frank Wesemann aus Barenthin spendiert.

Quelle: André Reichel

Nachmittags rückten dann planmäßig rund 20 Flüchtlinge und Einheimische zu einer Pflanzaktion an, unter ihnen zwei Familien aus Tschetschenien, die vor anderthalb Jahren als Flüchtlinge nach Wusterhausen kamen und nun in Kyritz leben. Auch sie brachten Gartengeräte mit und bereiteten die von den Schülern frisch umgegrabene Parzelle zum Anpflanzen vor. Die zwei nun noch fehlenden Komponenten kamen nun ins Spiel.

Bio-Landwirt Frank Wesemann aus Barenthin brachte zahlreiche Jungpflanzen mit, die er für das Projekt spendierte. In Arbeitsteilung kamen so nach und nach Tomatenpflanzen, Erdbeeren, Fenchel, Salat, Kürbisse, Auberginen und viele andere mehr in den Boden. Zwiebeln wurden auch gesteckt und einige Reihen Radieschen ausgesät. Ein großes Problem stellt die Wasserversorgung dar. „Es gibt hier weder eine Leitung noch einen Brunnen und das ist ein großes Problem für uns“, sagte Marco Geitz darauf hoffend, dass sich jemand findet, der in dieser Angelegenheit bereit ist, weiterzuhelfen.

Gruppenbild der Hobbygärtner

Gruppenbild der Hobbygärtner.

Quelle: André Reichel

Fürs Erste hatten Frank Wesemann und Marco Geitz in großen Plastikkanistern Wasser herangeschafft, damit die Pflanzen und Sämereien gewässert werden konnten. Am Mittwoch wurde aber auch ein Behälter neben dem Geräteschuppen aufgestellt, in dem künftig Regenwasser aufgefangen werden soll. Auf ihr Tagwerk waren die Leute vom Gemeinschaftsgarten zu Recht stolz. Zugleich danken sie den Diercke-Schülern für ihren Einsatz. Künftig sind jeden Dienstagnachmittag ab 16 Uhr Arbeitseinsätze im Gemeinschaftsgarten geplant. Wer Interesse am gemeinschaftlichen unkonventionellen Gärtnern hat, ist dort herzlich willkommen. „Wir haben hier noch genug Platz“, sagte Marco Geitz.

Von André Reichel

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