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Ostprignitz-Ruppin Im Herbst beginnt das Reiz zu wachsen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Im Herbst beginnt das Reiz zu wachsen
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00:19 17.08.2017
Edeka ist schon längst ausgezogen, bald muss Aldi folgen. Im Herbst soll das Gebäude neben McDonald’s abgerissen werden, um einem neuen Platz zu machen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Jetzt sind auch die Tage des Aldi-Marktes an der Neustädter Straße in Neuruppin gezählt. Im Herbst wird das Gebäude, in dem früher auch ein Edeka-Markt untergebracht war, abgerissen, um der Erweiterung des Ruppiner Einkaufszentrums Platz zu machen. Davon geht jedenfalls Projekt­entwickler Investor Hans Harms aus Zeven bei Bremen aus.

An Stelle des jetzige Aldi-Marktes soll in den kommenden Monaten ein großer Rewe-Supermarkt entstehen, der erste in der Region. Neben dem Dänischen Bettenlager wird ein Neubau für Aldi errichtet. Auf der benachbarten Brachfläche neben der McDonald’s-Filiale plant Harms einen Medimax-Elektronikmarkt und einen Woolworth-Markt.

Anfang des Jahres hatte Harms das Projekt im Neuruppiner Bauausschuss vorgestellt. Die Zustimmung der Abgeordneten brauchte der Investor nicht, die neuen Märkte passen in den ohnehin schon beschlossenen Bebauungsplan für das Reiz-Gelände. Jetzt soll aus der Ankündigung Ernst werden. Hans Harms ist zuversichtlich, dass es schnell vorangeht. „Wir erwarten noch im August die Baugenehmigung“, sagt der Projektentwickler. Einige Unterlagen mussten noch nachgereicht werden, damit die Baubehörde des Landkreises abschließend entscheiden kann. „Aber das lag an uns“, räumt Harms ein. „Die Behörden haben eine hervorragende Arbeit geleistet, wir haben die volle Unterstützung der Verwaltung.“ Das Lob gilt für die Stadt- genauso wie für die Kreisverwaltung.

Der Abriss soll im September oder Oktober beginnen

Sobald die Baugenehmigung vorliegt, sollen die Arbeiten auch losgehen. „Wir werden wahrscheinlich im September oder Oktober beginnen abzureißen“, sagt Harms. Wenn alles klappt, soll der Baustart für die neuen Gebäude noch in diesem Jahr erfolgen. Im Sommer oder Herbst 2018 könnten die neuen Märkte dann wohl eröffnet werden.

Harms ist in der Region kein Unbekannter. Er ist als Projektentwickler oder Investor an verschiedenen Vorhaben beteiligt, etwa am Neubau des Edeka- und des Aldi-Marktes in Rheinsberg oder auch am neuen Edeka-Markt in Neuruppin.

Neuruppin ist als Standort für Handelsketten durchaus interessant. Nach Untersuchungen lockt das Reiz Kunden aus dem weiteren Umland bis in die Prignitz und sogar in die Uckermark an. Rewe, Medimax und Woolworth versprechen sich gute Geschäfte. So gute, dass sie laut Harms ihre neuen Filialen in der Fontanestadt am liebsten schon in diesem Jahr eröffnet hätten. Das hatte der Projektentwickler freilich von Anfang an für einen zu ehrgeizigen Plan gehalten.

Auch die marode Zufahrt von der B 167 zum Reiz wird neu gebaut

Auch die Stadt Neuruppin hat Interesse an den Neubauten, weil damit eine Aufwertung des Reiz’ verbunden ist und zugleich eine Aufwertung der Fontanestadt als wichtiger Standort für den Einzelhandel in der Region. Neuruppins Baudezernent Arne Krohn hatte Harms deshalb jede Unterstützung zugesagt, die er benötigt.

Die neuen Geschäfte sollen zusammen eine Verkaufsfläche von rund 6500 Quadratmetern haben, knapp 2000 Quadratmeter entfallen allein auf den Rewe-Supermarkt. Harms verspricht „Gebäude der neuesten Generation“, energiesparend und in moderner Optik. Darauf werden schon die künftigen Nutzer bestehen, schließlich hängen daran ihre Kosten und auch ihr Prestige.

Mit der geplanten Erweiterung verschwinden endlich die ungepflegten Brachflächen auf dem Gelände des Einkaufszentrums. Aber es wird auch ein weiteres Dauerärgernis beseitigt: die von Schlaglöchern übersäte Privatstraße, die vom derzeitigen Aldi-Markt zum Kino und zum Reiz-Parkplatz führt. Seit Jahren ärgern sich Autofahrer und Reiz-Kunden über den schlechten Zustand der Straße. Immer wieder haben sie gefordert, dass die Stadt die Verbindung endlich in Ordnung bringt.

Der sind aber die Hände gebunden; die Straße ist Privatland und Neuruppin darf dort gar nichts unternehmen. Die bisherigen Eigentümer haben Autos aber immerhin geduldet. Die Zufahrt von der B 167 zum Reiz soll nun ganz neu gebaut werden.

Von Reyk Grunow

Rudi Mixdorf studiert in Berlin Veterinärmedizin. Sein Zuhause ist in Schönberg bei Lindow. Dort betreibt er einen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb, züchtet Bienen und Hühner und verwandelt den Garten in eine Bienenweide. Er ist Mitglied bei Bioland und stellt seine Flächen gerade auf Bio-Produktion um.

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