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Ostprignitz-Ruppin Im Herbst wird’s in der Löffelstube bunt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Im Herbst wird’s in der Löffelstube bunt
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00:17 24.10.2016
Brigitte Liebetrau, Erik Stallbaum und Wolfgang Schlag (v.l.) von der Gab in der gut gefüllten Löffelstube. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Alles bunt macht der Herbst – das gilt auch für die Löffelstube der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Gab) in der Wittstocker Jahnstraße. Dort stapeln sich dieser Tage Stiegen mit Obst und Gemüse. Seit Ende September, als die Erntedank-Gottesdienste begannen, komme besonders viel davon an, sagt Brigitte Liebetrau, die die Wittstocker Nebenstelle der Gab leitet. Kartoffeln, Sellerie, Zucchini, Äpfel, Kürbisse - all die essbaren Dekorationen in den Kirchen sind viel zu schade, um sie nach den Gottesdiensten einfach wegzuwerfen. Deshalb landen sie nicht im Müll, sondern finden ihren Weg in die Löffelstube der Gab.

Gut aufeinander abgestimmt

„Da die Leute in den Kirchengemeinden schon wissen, dass wir die Sachen später bekommen, richten sie sich bereits darauf ein“, sagt Brigitte Liebetrau. Es werde von vornherein darauf geachtet, dass für den Erntedank-Schmuck nicht allzu leicht verderbliche Früchte verwendet werden.

Darüber hinaus gebe es aber auch viele private Spender, die Äpfel, Birnen oder was der Garten sonst noch so im Überfluss hergibt, spenden. Sie pflücken die Früchte sogar selbst, um sie an die Löffelstube weiterzugeben. „Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei allen Spendern und Helfern bedanken“, sagt Brigitte Liebetrau. Denn diese zusätzlichen Einnahmen ermöglichten es, die üblichen Lebensmitteltüten noch etwas aufzustocken. Gewöhnlich finden sich darin neben Obst und Gemüse oft auch Milch, Cornflakes, Nudeln oder Käse, seltener Wurst, so Brigitte Liebetrau.

Löffelstube im elften Jahr

Seit elf Jahren ist die Löffelstube eine Art Drehscheibe für Essbares, das sozial schwachen Familien helfen soll. Das Prinzip ist einfach: Wer zu viel hat, gibt es dort ab oder lässt es abholen; wer zu wenig hat, dem kommt es zugute. Zurzeit würden rund 60 bis 70 Bedarfsgemeinschaften auf diese Weise versorgt, meist eher ältere Menschen. In den Anfangsjahren seien es sogar noch mehr Bedürftige gewesen, andererseits habe es aber breiter gefächertere Spenden gegeben.

Heute würden täglich Supermärkte und Bäckereien in der Region angefahren, um dort nicht verkaufte, aber noch gute Lebensmittel und Backwaren wie Brot, Brötchen oder Kuchen abzuholen. Nachdem all das von den Mitarbeitern der Gab sortiert wurde, kann es herausgegeben werden.

Service: Die Löffelstube ist montags bis freitags geöffnet. Sogar zu Heiligabend und Silvester können sich Bedürftige dort mit Essbarem versorgen.

Von Björn Wagener

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