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Im Namen der Roses

Offene Gärten in Altmark und Prignitz Im Namen der Roses

Hans-Günther und Marietta Rose kamen vor über einem Jahrzehnt in die Grenzregion von Altmark und Prignitz. Seit vier Jahren aber erst blüht ihr Garten so richtig auf, da sie nun Rentner sind. Kaum vorstellbar ist, dass ihr Gelände einst eine normale Wiese war. Wer sich ein Bild machen will, kann an mehreren Aktionstagen bei ihnen vorbeischauen.

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Hans-Günther Rose (l.) und seine Frau Marietta (4.v.l.) im Kreise ihrer Gäste. Das Mädchen zeigt die Plakette „Natur im Garten“, mit der die Kümmernitzer für ihr Kleinod geehrt wurden.

Quelle: privat

Kümmernitz. Wer kann von sich schon behaupten, dass sein Garten „neben fein strukturiertem Rosenschleierkraut, rotem Sonnenhut und blauem Phlox“ auch noch „eine maritime Deko-Note“ aufweist? Die Eheleute Hans-Günther und Marietta Rose aus Kümmernitz nahe Breddin! Sie luden mit diesen Worten bereits im Sommer zu sich ein. Ein blaues Schaf an der Straße wies Besuchern den Weg zum Haus Nummer 35. Am Sonntag, 20. September, gibt es von 11 bis 18 Uhr nun zum fünften und letzten Mal in diesem Jahr die Gelegenheit, sich selbst ein Bild von ihrem Kleinod zu machen, das dieses Mal herbstlich dekoriert ist – und seit Kurzem auch noch preisgekrönt: Roses wurden am Wochenende mit der 100. Plakette „Natur im Garten“ vom Verein Gartenakademie Sachsen-Anhalt geehrt.

„Extra zu diesem Anlass reiste Christa Ringkamp vom Vorstand der Akademie, die ihren Sitz auf Gut Zichtau hat, mit einer 15-köpfigen Delegation von Gartenexperten bei uns an“, berichtet Hans-Günther Rose. Die Gäste bekamen eine Sonderführung, schließlich sei die Plakette für die Roses eine „große Ehre“. Sie gibt es nur für Gärten, die nachweislich ökologisch bewirtschaftet werden.

Idyllisch, weit und offen – das ist der Garten des Ehepaares Rose

Idyllisch, weit und offen – das ist der Garten des Ehepaares Rose.

Quelle: privat

Laut Christa Ringkamp eignete sich gerade diese Anlage in Kümmernitz für die 100. Plakette, da sie „nicht nur die Kernkriterien der ökologischen Bewirtschaftung“ erfüllt, sondern wegen der „Offenheit und Weite auch eine Besonderheit“ ist. An den Tagen des offenen Gartens, an denen sich die Familie Rose beteiligt, werde in Kümmernitz vor allem ein Gedanke greifbar: Dass jeder vor der eigenen Tür einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Artenvielfalt leisten kann.

Im Sinne der Roses gärtnern zahlreiche Menschen in der Region, die derzeit wegen der Bundesgartenschau in aller Munde ist. Der Aktionstag „Offene Gärten“ beschränkt sich jedoch auf die Altmark, deren Tourismusverband dazu einlädt. Dabei liegt Kümmernitz als Ortsteil des Buga-Standorts Havelberg nur einen Steinwurf von der Landesgrenze zu Brandenburg entfernt: Lediglich eine Straße trennt diesen Ort vom nächsten, schon Ostprignitz-Ruppiner Dorf Breddin-Abbau.

„Wir werden 2016 auch bei der Prignitzer Aktion der offenen Gärten mitmachen“, sagt Marietta Rose. Sie sei von den Akteuren aus Rühstädt dazu ermutigt worden. In diesem Jahr aber wäre das wohl zu viel geworden. Denn der nächste Tag der „Offenen Gärten in der Prignitz“ ist bereits diesen Sonntag, 13. September, zeitgleich mit dem bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ (siehe Infoblock).

Hans-Günther und Marietta Rose kamen vor über einem Jahrzehnt in die Region. Da die beiden Niedersachsen die meiste Zeit noch berufstätig waren und oft pendelten, blühte ihr Kümmernitzer Kleinod erst in den vergangenen vier Jahren so richtig auf, da sie nunmehr Rentner sind. Kaum vorstellbar ist es heute, dass all das einst nur eine Wiese war, wo jetzt so sehr viel mehr gedeiht als fein strukturiertes Rosenschleierkraut, roter Sonnenhut oder blauer Phlox.

Offene Gärten und Offene Denkmäler

Erstmals fällt in diesem Jahr der „Tag des Offenen Denkmals“ am 13. September auf das gleiche Datum wie die „Offenen Gärten der Prignitz“. Wer beides erleben möchte, ist bei Gudrun und Helmut Anschau in Rambow nahe Perleberg richtig: Sie präsentieren am kommenden Sonntag in der Rambower Hauptstraße 17 nach eigenen Angaben „traditionelle Bau- und Gartenkunst an einem Ort“. Führungen beginnen um 11, 14 und 17 Uhr.

Die Aktion „Offene Gärten in der Prignitz“ gibt es seit 2009, initiiert von begeisterten Gärtnern und dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Seit 2013 findet die Veranstaltung jeweils an einem Sonntag im Frühjahr, Frühsommer und Herbst statt.

Mehr als 30 Privatgärten, aber auch Landschaftsparks oder Kräuterhöfe öffnen die Pforten ihrer kleinen oder großen Paradiese. Der Besuch ist kostenlos und die Gärten sind am Sonntag, 13. September, allesamt von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Kyritzer Altkreisgebiet ist Reginas Kräutergarten, Lellichower Chaussee 21, in Lellichow an allen drei Terminen und damit auch am kommenden Sonntag dabei. Im Juni machten Monika und Wolfgang Tolksdorf aus Tramnitz mit.

Von Matthias Anke

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