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Ostprignitz-Ruppin Imker klagen über Bienenverluste
Lokales Ostprignitz-Ruppin Imker klagen über Bienenverluste
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02:15 15.03.2017
Eine Biene fliegt zu den Pollen eines Weidenkätzchens. Hier finden die Tiere ihre erste Nahrung nach dem langen Winter. Quelle: dpa
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Neuruppin

Hartmut Pritz, Vorsitzender des Alt Ruppiner Imkervereins ist niedergeschlagen – von seinen Bienen haben nur zwei Völker den Winter überlebt. Es passiert scheinbar aus heiterem Himmel – und so ganz sicher, woran es liegt, sind sich die Imker meist nicht. „Es kann viele Ursachen geben“, sagt er. „Vermutlich ist es ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren.“

Nicht nur im Land Brandenburg, sondern überall in Deutschland klagen Imker über extrem hohe Völkerverluste. „Ich habe auch mit Imkern in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gesprochen“, sagt Hartmut Pritz. „Die Aussagen sind sehr unterschiedlich. Einige Imker verzeichnen allerdings auch dort Totalverluste.“

Die Winterruhe begann spät

Kerstin Wernicke von der Prignitzer Landimkerei bestätigt die Vermutung des erfahrenen Imkers. Es kann an der Varroabehandlung liegen, am Futter, an der Königin aber auch am Wetter“, sagt sie. „Viele Bienen sind nicht früh genug in die Winterruhe gekommen und sind noch im November geflogen.“ Viel zu milde Wintertemperaturen bewirken allerdings, dass die Bienenvölker keine Brutpause einlegen. , sagt Kaspar Bienefeld vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf. Die Verluste des Instituts halten sich in diesem Jahr allerdings in Grenzen. „Wir kontrollieren unsere Völker allerdings auch mehrmals und behandeln um die Weihnachtszeit noch ein drittes Mal mit Oxalsäure.“

Milben können einen Virus übertragen

Die Varroa-Milbe, die die verdeckelte Brut der Bienenvölker befällt, schwächt das Volk. Eine große Gefahr ist allerdings auch die Tatsache, dass die Milben einen Virus übertragen. Befallene Bruten schlüpfen mit verkrüppelten Flügeln und können nicht fliegen. Sie sind lebensunfähig. „Die Kombination von Varroa-Milbe und diesem Virus ist für die Bienen ein echtes Problem“, sagt Kaspar Bienefeld. „Auch ein geringerer Milbenbefall kann so katastrophale Folgen für die Völker haben.“ Für die Wissenschaftler des Bieneninstituts ist dieses Thema eine zentrale Problematik, mit der sie sich nun zunehmend beschäftigen. „Erst in den letzten Jahren haben wir festgestellt, wie gefährlich diese Kombination ist.

Dass der Einsatz von Insektiziden an den großen Verlusten Schuld sei, bezweifelt der Bienenexperte. „Für die Winterverluste haben diese Faktoren nur eine geringe Bedeutung.“

Von Cornelia Felsch

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