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Ostprignitz-Ruppin Imkerschulung über Varroamilbe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Imkerschulung über Varroamilbe
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00:16 17.05.2016
Christine Mayer und Lutz Behrend setzen bislang Ameisensäure gegen die Varroamilbe ein. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Die Mitglieder vom Imkerverein Wittstock bieten in der nächsten Woche am Sonnabend, 21. Mai, von 10 bis 16.30 Uhr im Torbogenhaus in Wittstock eine kostenfreie Tagesschulung an. Im Mittelpunkt stehen die Varroamilbe und deren erfolgreiche Bekämpfung.

Als Referent konnten die Vereinsmitglieder Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf gewinnen. Radtke ist dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er stellt eine seit 1996 publizierte Betriebsweise gegen die Varroamilbe vor. Dieses Verfahren geht auf ihn zurück.

„Es gibt viele Methoden gegen die Varroamilbe, aber die meisten funktionieren nicht“, berichtet Radtke. Wird er gefragt, ob er neue Behandlungsmöglichkeiten kennt, sagt er meist: „Es gibt nichts Neues, sondern Bewährtes.“

Ein gesunder Bienenstock. Quelle: Christamaria Ruch

Seit mehr als 20 Jahren lautet sein Ansatz: „Die Milbe möglichst ohne den Einsatz von Medikamenten bekämpfen.“ Unter Erwerbsimkern hat sich Radtkes Methode weit verbreitet und spricht für ihren Erfolg. Dabei wird die Befallsentwicklung und Befallspopulation durch die Teilung des Bienenvolkes reduziert. In der Zeit von April bis spätestens Juli wird die Drohnenbrut ausgeschnitten. Außerdem wird die Arbeitsbrut von Mai bis Juni zweimal entnommen. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, dass die Völkerführung sich dem Befall mit Varroamilben anpasst.

„Die gesundheitlichen Probleme in den Bienenvölkern können deutlich reduziert werden“, sagt Jens Radtke. Erst wenn diese Betriebsweise nicht erfolgreich ist, setzt Radtke auf den Einsatz von Ameisen- und Oxalsäure. Der Fachmann sagt einfach wie knapp: „Es ist bequem, die Milbe nur mit Medikamenten zu bekämpfen.“

Der Milbenbefall im Bienenvolk kann auf einer Platte genau ausgezählt werden. Quelle: Christamaria Ruch

Viele Hobbyimker setzen bislang ausschließlich auf Ameisen- und Oxalsäure. Dabei wird ein so genannter Nassenheider-Verdunster in einen Rahmen eingebaut, in das Magazin eingehängt und die Ameisensäure zehn bis zwölf Tage lang angewendet. Anschließend wird der natürliche Milbenfall kontrolliert und ausgezählt. Bei hohem Befall muss die Behandlung wiederholt werden.

Auch Christine Mayer und Lutz Behrend vom Vorstand des Wittstocker Imkervereins wenden bislang diese Methode erfolgreich an. „Das Vorgehen ist schwierig, weil Temperaturen von 25 Grad und geringe Luftfeuchte notwendig sind, ansonsten verdunstet die Säure nicht“, sagt Christine Mayer. Die Ameisensäure soll erst im Spätsommer zum Einsatz kommen – nach der letzten Honigernte. Mit Blick auf die bevorstehende Schulung sagen beide: „Imker sollten mit ihrem Wissen nicht stehen bleiben und sich mit anderen Methoden auseinander setzen.“

Anmeldungen für die kostenfreie Schulung über die Varroamilbe am Sonnabend, 21. Mai, sind bis Mittwoch, 18. Mai, unter 03394/49 94 741 sowie per E-Mail unter imkerverein.wittstock@gmail.com möglich.

Von Christamaria Ruch

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