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Immer etwas los im Dorf

Wustrau Immer etwas los im Dorf

Für die Wustrauer und die Gäste des Ortes engagiert sich eine Gruppe von Dorfbewohnern, um jedes Jahr wieder interessante Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Zur Ersterwähnung Wustraus haben die Mitstreiter rund um Ortsvorsteher Ingo Lamprecht jetzt auch eine Broschüre mit dem Titel: „Wustrau – hier und heute“ herausgebracht.

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Anne-Karin Glase gehört mit zu den Wustrauern, die etwas für ihren Heimatort bewegen.

Quelle: Peter Geisler

Wustrau. Sie wollen zeigen, wie schön es in Wustrau ist. „Es ist kein verschlafenes Dorf. Hier wird gelebt, gesungen und getanzt. Hier ist es schön“, sagt die Wustrauerin Anne-Karin Glase. Sie gehört zu einer losen Verbindung von Dorfbewohnern um Ortsvorsteher Ingo Lamprecht, die sich für den Ort engagiert. Haben sie eine Idee, die ihnen gut erscheint, sprechen sie Vereine, Kita, Schule und Gaststätten an. „Das ist sehr erfreulich. Wir rennen offene Türen ein“, sagt sie. Gestrahlt vor Glück habe sie über den Eifer der Kita und der Schule. „Alle machen mit, das ist eine Freude.“

Statt sich wie in den vergangenen Jahren einen historischen Anlass wie 2015 den 250. Geburtstag von Friedrich Christian Ludwig Emil Graf von Zieten oder die 550-Jahr-Feier Wustraus herauszupicken und dieses Ereignis an einem Wochenende groß zu feiern, hat sich die Initiative für dieses Jahr etwas anderes überlegt. Zur Ersterwähnung von Wustrau vor 555 Jahren haben die Mitstreiter eine Broschüre herausgebracht: „Wustrau – hier und heute“. Darin sind alle Veranstaltungen im Ort übers Jahr verteilt aufgeführt.

Langeweile muss da nicht aufkommen

Ob die Kita Pusteblume, die Kirche, die Deutsche Richterakademie, das Brandenburg-Preußen-Museum, die Grundschule, der Seniorenverein, die Feuerwehr, der Heimat- und Kulturverein, Café Constance oder der Gasthof „Zum alten Zieten“: Sie alle sind dort aufgelistet. „Wer nicht in Wustrau zu Hause ist und nur auf der Durchreise, dem wollen wir zeigen, was alles los ist in so einem Dorf“, sagt Anne-Karin Glase.

Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen. Selbst einige Einwohner waren erstaunt, was sich in ihrem Ort so tut. Wer über Langeweile klagt, ist selbst Schuld. Gemäldeausstellungen im Zietenschloss, Lesungen, Konzerte, Malerei und Fotoausstellung: Für Abwechslung ist gesorgt. „Bei den Konzerten findet jeder etwas“, ist die ehemalige Europa-Abgeordnete überzeugt. Die Sommerkonzerte mit teilweise hochkarätiger Besetzung hat Elfi Minke 2009 ins Leben gerufen. Sie hatte im Advent 2008 im Senioren-Wohnpark Radensleben den Neuruppiner Kammerchor Chorisma gehört – und war begeistert. So sehr, dass sie den Chor für das folgende Jahr zu einem Konzert in die Wustrauer Kirche einlud.

Testlauf in der Wustrauer Feiersaison

Seitdem gibt es die Wustrauer Sommerkonzerte. Unterstützt wird die Initiatorin vom Gemeindekirchenrat und den Pfarrerinnen. Sie selbst schmückt das Gotteshaus für die Veranstaltungen und stellt die jeweiligen Künstler vor. Der Erlös, der nach den Gagen übrig bleibt, ist für die Kirche gedacht. Derzeit steht die Turmsanierung im Vordergrund. Wie Elfi Minke sagt, sind insbesondere die Fenster sanierungsbedürftig. Ein kostspieliges Projekt: es muss ein Gerüst aufgestellt werden, da man nur von außen daran kommt. Auch in diesem Jahr können sich die Konzertbesucher auf musikalische Genüsse freuen.

Der Sommer ist lange vorbei und in Wustrau ist immer noch etwas los. Bäcker Udo Arndt, der seit zehn Jahren am Sonnabend des 1. Advent einen Weihnachtsmarkt macht, ist auch in diesem Jahr wieder dabei, so Anne-Karin Glase. Alle, die etwas in Wustrau bewegen, unter einen Hut zu bekommen – das ist bereits in den vergangenen Jahren gelungen. Neu in diesem Jahr ist, dass es nicht um ein großes Ereignis geht, sondern dass alle ihre eigenen Veranstaltungen einbringen. „Das ist ein Testlauf. Mal sehen, wie es ankommt“, sagt Mitinitiatorin Glase. Die rührigen Wustrauer brüten schon wieder neue Ideen für das kommende Jahr aus. Welche, darauf können alle gespannt sein.

Von Dagmar Simons

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