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Ostprignitz-Ruppin Immer im Einsatz für das Dorf
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00:20 31.08.2017
Sylvia Franz kocht Kaffee für die monatlichen Treffen im Dechtower Gemeindezentrum. Quelle: Dagmar Simons
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Dechtow

Sie deckt den Tisch, kocht Kaffee, räumt auf: Seit der Einweihung des Dechtower Gemeindezentrums im Juni 2009 betreut Sylvia Franz das Gebäude. Das wird nicht nur von der monatlichen Kaffeerunde und der wöchentlichen Handarbeitsgruppe genutzt, sondern kann auch für Feiern gemietet werden. Dass die Gäste alles ordentlich vorfinden, ist Aufgabe von Sylvia Franz.

Ein Allroundtalent

Doch das ist beileibe nicht alles, worum sich die rührige 62-Jährige kümmert. Sie ist Jugendwart der freiwilligen Feuerwehr und auch noch Kirchenälteste. Das alles in Dechtow, obwohl sie vor drei Jahren nach Fehrbellin umgezogen ist. „Da waren alle schon ganz traurig“, sagt Sylvia Franz. Groß war die Angst, dass sie auch ihre Ämter niederlegen würde. Doch sie hält ihren Dechtowern nach wie vor die Treue. Zwei Mal die Woche weilt sie in dem kleinen Luchdorf.

Sylvia Franz betreut den Feuerwehrnachwuchs

Nicht nur zum Stricken, sondern auch um ihren Feuerwehrnachwuchs zu betreuen. Das geht im Wechsel mit der Linumer Jugendwehr. Drei Schützlinge aus Dechtow hat sie derzeit, zwei Jungen und ein Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren. Mit den Linumern zusammen sind es acht. Alle zwei Wochen immer freitags trifft sich die Gruppe. Seit 2007 ist die 62-Jährige Jugendwart. Damals hat sie mit 13 Kindern angefangen, von denen fünf in die freiwillige Feuerwehr aufgenommen wurden.

Ab einem Alter von acht Jahren können Kinder Mitglied in der Jugendfeuerwehr werden. Dort lernen sie auf spielerische Art, die Technik und Arbeit der Feuerwehr kennen. In der Gemeinde Fehrbellin gibt es Jugendwehren in Fehrbellin, Linum, Lobeofsund, Manker, Wustrau, Wall – und Dechtow.

Sylvia Franz ist seit 23 Jahren Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr. Ihr verstorbener Mann war Feuerwehrwart. Nicht nur er, sondern auch andere Ehemänner engagierten sich in der örtlichen Wehr. Die Frauen taten es ihnen gleich und zogen voll mit.

Auf die Jugend konzentriert

Ist Sylvia Franz in Dechtow, dann fährt sie auch zu Einsätzen mit. So war sie dabei, als in Lentzke eine große Scheune brannte. Ansonsten „konzentriere ich mich mehr auf die Jugend“, sagt sie. In diesem Jahr wurde erstmalig der Kreisleistungsnachweis ausgerichtet, an dem die Jugendfeuerwehr ebenso wie am jährlichen Gemeindeleistungsnachweis im Mai teilgenommen hat. Und natürlich beteiligt sie sich am Stadtlauf der Jugendwehren der Gemeinde Fehrbellin. Dabei muss der Feuerwehrnachwuchs mehrere Stationen bewältigen.

Wie viele das sind, hängt vom Veranstalter ab, wie Gemeindejugendwart Manuel Jaffke erklärt. Meist sind es zwischen zehn und zwölf Stationen auf einer Länge von drei bis vier Kilometern, bei denen Aufgaben wie Löschschläuche aufrollen nach Schnelligkeit, aber auch Becher stapeln oder Figuren bauen erfüllt werden müssen. Es kommt ganz auf den Einfallsreichtum der jeweiligen Ausrichter an. „Es soll Spaß machen“, so Manuel Jaffke. Nicht nur das technische Wissen zählt, wichtig sind auch Allgemeinwissen und der kameradschaftliche Umgang.

Auf dem Siegertreppchen oben

Beim letzten Stadtlauf lagen die Dechtower und Linumer Kinder ganz vorne. „Wir haben den ersten Platz gemacht, weil meine so gut waren“, sagt Sylvia Franz und lacht. Deshalb sind sie in diesem Jahr an der Reihe, den Stadtlauf zu organisieren – in Dechtow am 14. Oktober. Dann wird sich zeigen, ob sie ihren Titel verteidigen können.

Von Dagmar Simons

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