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Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit

Ostprignitz-Ruppin Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Nordwesten Brandenburgs steigt. Allerdings sinkt gleichzeitig die Zahl der Vollbeschäftigten. Denn immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit. Das gab am Donnerstag die Neuruppiner Arbeitsagentur bekannt. Sie ist zuständig für Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und das Havelland.

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Die Zahl der Vollbeschäftigten in der Region sinkt.

Quelle: DPA

Neuruppin. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Menschen im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur, die einen sozialversicherungspflichtigen Job haben, um mehr als 1700 gestiegen. „Zum Jahresende 2015 gab es bei uns 158 319 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte“, sagte am Donnerstag Stefan Dirkes, Vize-Chef der Neuruppiner Arbeitsagentur. Diese ist für die vier Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und das Havelland zuständig.

Deutlicher Anstieg in Ostprignitz-Ruppin

Besonders stark fiel der Anstieg demnach mit 1,9 Prozent in Ostprignitz-Ruppin aus. Dort waren im Dezember gut 34 000 Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Job registriert. Das sind 631 mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: In der Prignitz gab es lediglich einen als moderat bezeichneten Anstieg von 0,7 Prozent auf 26 515 sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten. Das sind 191 mehr als vor einem Jahr.

Allerdings arbeiten immer mehr Menschen in Teilzeit – ob auf eigenen Wunsch oder weil immer weniger Arbeitgeber überhaupt Vollzeitstellen anbieten, das ist aus der Statistik des Arbeitsamtes nicht erkennbar. Klar ist hingegen, dass die Zahl der Vollbeschäftigten im Bereich der Neuruppiner Arbeitsagentur innerhalb eines Jahres um 962 Stellen gesunken ist. Allein in der Prignitz gab es 303 Vollzeitstellen weniger als vor einem Jahr, dafür aber 525 Teilzeitstellen mehr als im Dezember 2014. Ähnlich sieht es in Ostprignitz-Ruppin aus: Die Zahl der Vollzeitstellen sank um 145 auf gut 24 300, die der Teilzeitstellen stieg um glatt 800 auf mehr als 9700. Vor allem in den Bereichen Erziehung und Unterricht werden Teilzeitstellen angeboten, sagte Anja Schilling, die beim Arbeitsamt für die Bereiche Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zuständig ist. Die Teilzeitstellen werden demnach vor allem von Frauen angenommen.

Etwas weniger Arbeitslose als im Juni

Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen ist im Juli im Vergleich zum Vormonat nur leicht gesunken. Für Stefan Dirkes ist das wenig überraschend. Der Vize-Chef des Neuruppiner Arbeitsamtes hatte sogar mit einem leichten Anstieg gerechnet, weil sich im Juli erfahrungsgemäß viele Schulabgänger sowie Jugendliche arbeitslos melden, die ihre Lehre beendet haben. „Das ist eine übliche Entwicklung, die uns keine Sorge bereitet“, so Stefan Dirkes.

Die Zahlen auf einen Blick

In Ostprignitz-Ruppin galten im Juli 4392 Frauen und Männer als arbeitslos. Das sind 187 weniger als vor einem Jahr und 14 weniger als im Juni. 1542 Menschen suchen schon länger als ein Jahr einen Job. Das sind 68 weniger als vor zwölf Monaten.

Im Altkreis Neuruppin gab es im Juli offiziell 2347 Erwerbslose (Quote: 7,7 Prozent), im Altkreis Wittstock galten 796 Menschen als arbeitslos (Quote: 7,9 Prozent) und im Altkreis Kyritz 1249 Frauen und Männer (Quote: 11,1 Prozent).

In der Prignitz waren im Juli 4153 Menschen als arbeitslos registriert. Das sind 416 weniger als vor einem Jahr und 15 weniger als vor einem Monat. 1899 Frauen und Männer sind länger als ein Jahr ohne Job, das sind 265 weniger als vor zwölf Monaten.

Im Altkreis Pritzwalk gab es offiziell 1183 Erwerbslose (Quote: 9,2 Prozent), im Altkreis Perleberg waren es 2970 Menschen (Quote: 10,8 Prozent).

Wegen der guten wirtschaftlichen Lage finden laut Arbeitsamt nicht allein immer mehr Langzeitarbeitslose einen Job, sondern ebenfalls Ausländer, die in der Region leben. In der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin haben demnach jeweils knapp 600 Menschen ohne deutschen Pass eine sozialversicherungspflichtige Arbeit gefunden. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von mehr als 20 Prozent. „Auf diesem Sektor tut sich was“, betonte Dirkes. Allerdings gelten in Ostprignitz-Ruppin derzeit auch 151 anerkannte Flüchtlinge als arbeitslos, die aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia oder Syrien stammen. In der Prignitz gibt es derzeit 269 arbeitslose Flüchtlinge.

Von Andreas Vogel

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