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Imposanter Krater nach Sprengung

250-Kilo-Bombe in Kyritz-Ruppiner Heide gefunden Imposanter Krater nach Sprengung

Mit einem riesigen Knall ist am Mittwoch eine 250-Kilo-Splitterbombe in der Nähe von Basdorf in der Kyritz-Ruppiner Heide gesprengt worden. Durch die Detonation wurde ein Heidebrand ausgelöst. Zurück blieb ein imposanter Krater. Die MAZ zeigt das exklusive Video vom Sprengmeister.

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Nach der Bombensprengung blieb am Mittwoch ein riesiger Krater zurück.

Quelle: Daniel Baumeier

Basdorf. Mit einem riesigen Knall ist am Mittwoch gegen 13.20 Uhr eine 250-Kilo-Splitterbombe in der Nähe von Basdorf auf dem einstigen Übungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide gesprengt worden. „Es ist alles glatt gelaufen“, sagte der 30-jährige Feuerwerker Daniel Seidel 30. Jedoch wurde durch die Sprengung, bei der ein Krater von mindestens acht Metern Durchmesser entstand, ein kleiner Heidebrand ausgelöst.

Die Mitarbeiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der die Heide gehört, waren darauf vorbereitet. „Es ist nicht überraschend, dass durch heiße Splitter Brände ausgelöst werden“, so Seidel. Das Feuer, das sich erst auf einer Fläche von zehn Quadratmetern ausgebreitet hatte, konnte mit Spaten ausgeklopft werden.

Mit einem riesigen Knall wurde am Mittwoch eine 250-Kilo-Splitterbombe in der Nähe von Basdorf in der Kyritz-Ruppiner Heide gesprengt.

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Die Basdorfer konnten den Knall und die Erschütterungen zwar hören und spüren, mussten jedoch ihre Häuser nicht verlassen: Der Sicherheitskreis betrug 1000 Meter und lag vollständig im einstigen Übungsgebiet.

Erfolgreich entschärft wurde am Mittwoch zudem eine 50-Kilo-Bombe in der Nähe von Schweinrich. Deren Zünder konnte herausgedreht werden. Das war bei der anderen Bombe nicht möglich. Beide Bomben sind russischer Bauart. Sie waren bei Vorbereitungen für das Heideflämmen gefunden worden. 

Feuerwerker Seidel ist überzeugt, dass sich auf dem 12 000 Hektar großen Gelände weitere Blindgänger befinden. „Auch große Bomben sind da. Man muss sie nur finden.“ In der Heide hatte die sowjetische Armee jahrzehntelang für den Krieg geübt. Dabei wurden tausende Bomben aus der Luft abgeworfen. Viele sind beim Aufprall explodiert, aber niemand weiß, bei wie vielen Fällen die Zünder versagten. Die Bima wird vermutlich im Frühjahr wieder Bomben und Granaten in der Heide sprengen.

Von Andreas Vogel

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Fund in der Kyritz-Ruppiner Heide

Eine 250-Kilo-Bombe soll am Mittwoch auf dem einstigen Übungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide gesprengt, eine 50-Kilo-Bombe entschärft werden. Die 250-Kilo-Splittersprengbombe liegt direkt an der Oberfläche, etwa 1,2 Kilometer von Basdorf entfernt. Ihr Zünder kann nicht herausgedreht werden.

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