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In Bechlin ging es beim Kubb-Turnier zur Sache

Hölzchenwerfen, bis der König umfällt In Bechlin ging es beim Kubb-Turnier zur Sache

Hauptsache Spaß – da waren sich Organisatoren und Aktive einig. Zum 4. Kubb-Turnier an der Bechliner Kirche trafen sich 34 Teams, darunter der amtierende Kubb-Weltmeister, zum fröhlichen Hölzchenwerfen. Die Startgelder werden wie in jedem Jahr in die Sanierung der Kirche investiert – der König fällt also für einen guten Zweck.

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Linus und Daniel vom Team „Teufelchen“.

Quelle: Regine Buddeke

Bechlin. Die Langstrumpf-Püppis nehmen es gelassen. „Wir haben immerhin gegen den amtierenden Weltmeister verloren“, verschmerzen Conny und Michaela Neumann ihr Vorrunden-Aus. „Spielerisch sind wir nicht so gut, aber es geht ja um den Spaß. Und wir haben sogar einen Fanclub.“ Zudem hoffen die beiden Bechlinerinnen noch auf den „Best dress award“, den Preis für die beste Kostümierung. Doch die Konkurrenz schläft nicht – zum 4. Bechliner Kubb-Turnier stehen sich 34 Teams auf dem Spielfeld gegenüber. Die Flodders im tugendhaften Putzteufel-Outfit etwa sorgen immer für Hingucker. Darüber hinaus sollte man indes auch ein geschicktes Händchen beim Werfen haben: hin und her fliegen die Wurfhölzer, ein ums andere mal klackt es und einer der Spielklötze kippt getroffen um. Das erfordert Geschick, und auch ein bisschen Taktik, wenn die umgeworfenen Klötze erst einmal wieder ins gegnerische Feld geworfen werden – möglichst so, dass man sie beim nächsten Mal alle mit einem Holz erwischt. Der König muss am Ende dann allerdings rückwärts und kopfunter durch die Beingrätsche abgeworfen werden – zumindest in Bechlin. Das in Skandinavien beliebte Wikingerschach – auch Kubb genannt – ist nicht nur in Bechlin mittlerweile zum Volkssport geworden. „Wir haben eigentlich so gut wie gar nicht geübt“, geben „Pitti“ und „Platsch“ unumwunden zu – dennoch ziehen die beiden locker durch Vorrunde, Achtel- und Viertelfinale. „Alles nur Glück“, tun die beiden ihre Siege ab – alles in allem sieht es jedoch recht professionell aus, wenn die beiden ihre Hölzer werfen.

„Das Kubb-Turnier ist unsere umsatzstärkste Veranstaltung. 2014 haben wir rund 1000 Euro eingespielt“, freut sich Klaus Kroschewski vom organisierenden Förderverein Dorfkirche Bechlin – das Geld wandert in die Kirchensanierung. Dass so viele Gäste kommen, führen die Organisatoren auf den Umstand zurück, dass es in dieser Art wenige Turniere gibt. „Dazu noch die lauschige Lage im Schatten der Kirche und der lockere Charakter – das zieht.“ Etwa Heiko Kreuzburg vom Team „Gipfelstürmer“, amtierender Kubb-Weltmeister, der im schwedischen Gotland dreimal in Folge den Pott geholt hat. Dem Berliner gefällt es in Bechlin. Insofern versteht Organisator Andreas Schulz einige Zuschauer nicht: statt sich zu freuen, dass das Turnier durch den Weltmeister aufgewertet wird, schlägt dem Team von mancher Seite Ablehnung entgegen. „Sportlich ist das nicht“, ärgert sich Schulz. „Jeder der kommt, leistet eine Spende für unsere Kirche“, freut sich auch Nils Kroschewski über viele Teams – von fern oder nah. Zumal die Gipfelstürmer am Ende nur ganz knapp gewinnen – vor „Pitti und Platsch“ – der regionalen Konkurrenz. Bei den Kostümierungen räumten am Ende die „Zimmermänner“ ab, gefolgt von „Los Kubbanos“ und den „Flodders“.

 

Von Regine Buddeke

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