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Ostprignitz-Ruppin In Bechlin ist wieder alles dicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin In Bechlin ist wieder alles dicht
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02:17 30.07.2015
Dachdecker Stephan Saldsieder von der Firma König aus Meyenburg legt diese Woche noch einmal Hand an in Bechlin. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Das Dach leuchtet schon von der Autobahn aus hellrot durch die dichten Kronen der alten Bäumen rund um die Bechliner Kirche. Dass da irgendwas neu sein muss, ist nicht zu übersehen.

Ein Jahr dauern die Arbeiten an dem alten Turm der Dorfkirche des kleinen Ortes inzwischen schon. So lange ist das alte Gemäuer eingerüstet. Jetzt endlich gehen die Arbeiten zu Ende. Zumindest die in diesem ersten Bauabschnitt.

Rund 150 000 Euro hat die Kirchengemeinde in die Rettung des Turmes gesteckt. Das reichte gerade mal fürs Dach und die hölzerne Verschalung im oberen Bereich des Turmes. Die Bechliner Gemeinde würde sich wünschen, dass sie in ihrer Kirche auch einen Gemeinderaum bekommt. Das alte Gemeindehaus daneben wurde schon vor Jahren verkauft. Noch kann sich die Gemeinde dort treffen, 2017 muss sie aber endgültig ausziehen. Platz für einen neuen Raum wäre im Turm der Kirche vorhanden. Doch es fehlt das Geld. Das Dach des Turms war jetzt wichtiger. „Das war statisch schon bedenklich“, sagt Architekt Uwe Mücklausch. Im Großen und Ganzen hat der Dachstuhl zwar noch gehalten. Einige alte Balken waren aber so angegriffen, dass sie dringend ausgetauscht oder wenigstens verstärkt werden mussten.

Bis zum Erntefest sollen die Bauarbeiten beendet sein

Die alten Ziegeln waren dagegen nicht mehr zu gebrauchen. Neue mussten her: schöne Biberschwänze, daumendick, nach historischen Vorlagen angefertigt und von Denkmalpflegern abgesegnet. Die Arbeiten waren nicht immer einfach. Als Maurer den Putz am Gesims erneuert haben, regnete es so stark, dass der neue Mörtel weggeschwemmt wurde, erinnert sich Uwe Mücklausch. Die Maurer mussten noch einmal ran. Das neue Dach ist so gut wie fertig. Dachdecker Stefan Saldsieder aus Meyenburg legt in dieser Woche die letzten Steine. Voraussichtlich am Dienstag beginnen die Zimmerer, die Schalen aus Holz im oberen Teil des Kirchturms zu erneuern. „Am Anfang haben wir gedacht, es reicht, einige Bretter auszutauschen“, sagt Thomas Graap. Der Mann von Pfarrerin Susanne Graap kümmert sich im Auftrag des Gemeindekirchenrates um das Bauvorhaben. Er kennt die Kirche inzwischen ziemlich gut. Gut genug, um festzustellen, dass besser alle alten Bretter ausgetauscht werden sollten. Die alten sind inzwischen zu kaputt.

Am 13. August ist Bauabnahme. Mit dem großen Erntefest am 12. September wollen die Bechliner auch das Ende der Bauarbeiten feiern. Einige Restarbeiten könnten auch danach noch erledigt werden, sagt Uwe Mücklausch. Vielleicht im Winter, wenn klar ist, was die Gemeinde sich noch leisten kann. Eigentlich müssten auch viele Fugen im Mauerwerk erneuert werden, sagt Planer Mücklausch. Das war bisher weder zeitlich noch finanziell zu machen. Auch an die Sanierung des Kirchenschiffs ist bisher nicht zu denken. Teilweise ziehen sich breite Risse durchs Mauerwerk. Wann das Schiff an der Reihe ist, kann zurzeit noch niemand sagen.

Von Reyk Grunow

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