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In Kyritz entsteht Platz für 500 Flüchtlinge

Unterkünfte für Asylbewerber In Kyritz entsteht Platz für 500 Flüchtlinge

Die Kyritzer Stadtverordneten einigten sich darauf, dem Landkreis für den Bau eines Übergangswohnheims für Asylbewerber eine Fläche am Rehfelder Weg anzubieten. Doch die Kyritzer stellen eine Bedingung: Auf dem früheren Schulsportplatz sollen statt zwei nur ein Haus errichtet werden.

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In Nauen entsteht derzeit ein Wohnheim, wie es ähnlich auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Kyritz errichten will. Doch die Stadtverordneten fordern eine Modulbauweise und geben eine Fläche nur für einen Block frei.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Das frühere Sportplatzgelände am Rehfelder Weg in Kyritz soll dem Landkreis für den Bau eines Übergangswohnheims für Flüchtlinge angeboten werden. Darauf einigten sich die Stadtverordneten bei ihrer Sitzung am Mittwochabend. Anders als zunächst beabsichtigt, solle darauf jedoch nur ein Wohnkomplex entstehen statt zwei solcher Gebäude. Zudem wird als weitere Bedingung eine sogenannte Modulbauweise gefordert, womit das Haus später wohl einfacher zurückzubauen wäre.

In einem solchen Objekt sind 126 Plätze vorgesehen. Als Platz für zwei weitere ist bereits das Gelände der kreiseigenen Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) avisiert. Zusammen mit elf schon belegten und 14 weiteren Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft, die insgesamt 100 Flüchtlingen Platz bieten, könnten im nächsten Jahr um diese Zeit gut 500 Flüchtlinge in Kyritz untergekommen sein. 600 wären es, wenn am Rehfelder Weg ein zweites Gebäude errichtet werden würde.

Freiwillige Helfer stehen schon in den Startlöchern

Tino Kornführer, der bei der ORP arbeitet, meldete sich als Gast unter den Zuhörern der Sitzung auch mit Blick auf die Schulen und Kitas: „Ich habe Bedenken, ob wir so viele Menschen bei uns integriert bekommen. Was, wenn viele Kinder darunter sind? Gibt es genug Räumlichkeiten und Personal?“ Laut Bürgermeisterin Nora Görke stehe diesbezüglich ein Termin mit dem Schulamt an. Darüber hinaus existiere ein Arbeitskreis wie in Wusterhausen. Franz Conraths (Bündnisgrüne) bestätigte hinsichtlich der Helfer: „Sie stehen schon in den Startlöchern.“

Den Standort Rehfelder Weg sowie die diskutierte Alternative Ammerländer Straße hält er mit Blick auf die soziale Lage in Kyritz-West dennoch für ungeeignet: „Das ist ein Areal, in das wir schon jetzt eingreifen müssen. Die Gefahr der Ghettobildung ist groß.“ Ohnehin sei angesichts der Pläne für die Übergangswohnheime und einer nach sechs Monaten endenden Residenzpflicht eine wirkliche Integration kaum möglich.

Andreas Lange (Kyritz Land) wunderte sich: „Erst hören wir jahrelang von Stundenausfall, plötzlich können wir Hunderte Kinder zusätzlich beschulen. Das ist mir alles ein Rätsel.“ Zudem könne es nicht sein, dass Kyritz Voraussetzungen schaffen soll für fast die Hälfte der demnächst für den Landkreis zu erwartenden 1200 Flüchtlinge. Informiert wurde die Stadt vom Landkreis zudem, dass nun doch auch das Waldschulheim Karnzow belegt wird – mit 43 Flüchtlingen.

Von Matthias Anke

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