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In Lögow rückt der Bagger an

Wohnblock wird abgerissen In Lögow rückt der Bagger an

Noch im April soll nun wie seit Jahren geplant einer der drei Wohnblocks in Lögow abgerissen werden. Damit will die Gemeinde Wusterhausen teuren Leerstand verringern. Zugleich bleiben weitere Blocks in Lögow und Dessow vorerst stehen: Die Nachfrage ist durch den Flüchtlingszuzug wieder gestiegen.

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Dieses Wohnhaus in Dessow soll nun doch stehen bleiben.

Quelle: Alexander Beckmann

Lögow. Das Dorfbild von Lögow wird sich in den nächsten Wochen verändern. Wie der Wusterhausener Bürgermeister Roman Blank ankündigt, wird voraussichtlich noch im April der inzwischen leer stehende Wohnblock in der Kantower Straße abgerissen. Blank geht davon aus, dass das innerhalb weniger Wochen erledigt ist.

Geplant ist dieser Schritt seit Jahren. Anlass war die über lange Zeit sehr hohe Leerstandsquote. Vor allem in den Plattenbauten blieben viele Wohnungen ungenutzt. Manche Blöcke standen über Jahre bereits ganz leer. Als das Land 2014 ein neues Förderprogramm für den Abriss von Leerstand auch in kleineren Kommunen auflegte, bewarb sich die Gemeinde Wusterhausen und erhielt vor knapp einem Jahr die Zusage.

Nisthilfen für Schwalben werden errichtet

Ganz so schnell wie erhofft kam man dann aber doch nicht zur Sache. In Lögow waren noch die letzten Wohnungen zu räumen. „Und dann mussten wir warten, bis die Fledermäuse raus sind“, berichtet Bürgermeister Roman Blank. Die Tiere hatten das inzwischen schön ruhige Gebäude zum Winterquartier auserkoren. Die Fledermäuse waren nicht die Einzigen. Auch Schwalben nutzen das Haus intensiv zum Nestbau. Zur Vorbereitung des Abrisses lässt die Gemeinde also in der Nähe Fledermauskästen installieren und eine Nisthilfe für die Schwalben errichten.

Während in Lögow also bald nur zwei der drei alten Wohnblöcke stehen werden, ist im benachbarten Dessow bislang nichts Konkretes abzusehen. Die zwei alten Mehrfamilienhäuser am Ortsausgang in Richtung Lögow stehen seit Jahren auf der Abrissliste. „Aber wir sind immer noch dabei, die Finanzierung zu klären“, berichtet Roman Blank.

Ebenfalls auf der Liste stand der Block in der Neuruppiner Straße 2. „Davon sind wir aufgrund der Situation mit den Flüchtlingen erst mal wieder abgerückt“, sagt der Bürgermeister. Leerstand ist längst nicht mehr so ein Problem wie noch vor ein paar Jahren. „Wir nutzen die Gelder, die für den Abriss gedacht waren, erst einmal, um Wohnungen für eventuelle Neuankömmlinge vorzubereiten.“ In Dessow könnte also eventuell wieder mehr Leben einziehen. Auch der Abriss eines weiteren Blocks in Lögow ist vorerst vom Tisch.

Von Alexander Beckmann

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