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In Netzeband wird biologisch angebaut

Gemeinsame Sache machen In Netzeband wird biologisch angebaut

EU-Subventionen, natürlicher Dünger und Antibiotika: Viele Fragen wurden zum Informationsabend gestellt, zu dem der Netzebander Förderverein Temnitzkirche einlud. Mehr als 30 Interessierte diskutierten darüber, wie Landwirtschaft, Theater und Tourismus miteinander gehen könnten.

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Podium: Christhard Läpple, Hans Untersteiner, Bernd Pieper, Frank Matthus (v.l.).

Quelle: Regine Buddeke

Netzeband. Landwirtschaft, Theater und Tourismus – wie geht das zusammen? Das war die Kernfrage am Freitagabend. Mehr als 30 Gäste kamen ins Netzebander Restaurant „Clavis“, eingeladen hatte der Förderverein Temnitzkirche.

Im Podium sitzen Vereinschef und Theatermacher Frank Matthus, ihm zur Seite Gastwirt Hans Untersteiner als Vertreter des Tourismus. Christhard Läpple, Autor und Journalist unter anderem beim ZDF, ist einer der zugezogenen Wahl-Netzebander. Und Bernd Pieper ist der unumstrittene Landwirtschaftsexperte, der um Netzeband herum großflächig Landwirtschaft betreibt. Kaum einem war indes bekannt, dass die komplette Gemarkung seit zehn Jahren ausschließlich biologisch bewirtschaftet wird – das ist in diesem Umfang in Deutschland eine Seltenheit. Insofern ist das Interesse groß, als Pieper erklärt, wie es dazu kam. Flächentausch wäre das Schlüsselwort. „Wir wollten große Schläge statt kleine Handtücher“, so Pieper, der auf die vielen Fragen des Publikums sehr ausführlich antwortet. Düngung, Antibiotika, Vorteile von Silage gegenüber Heu, gentechnisches Saatgut, Milch- und Getreidepreise, EU-Subventionen – kaum ein Thema, was nicht gründlich beleuchtet wird.

Die Bio-Landwirtschaft ist das Kapital der Region

„Aus Milch von silagegefütterten Kühen kann man doch keinen Heumilchkäse machen“, interveniert Gastwirt Untersteiner. Pieper lächelt: „Sorry, aber da bin ich vom Fach“, sagt er und klärt die Anwesenden über Details wie Milchsäurebakterien und blähende Anteile auf. Er exportiert seine Forschungsergebnisse dazu in 15 Länder. Sein Bio-Hafer ist begehrt – sowohl in Bayern als auch in China.

Fast bis Mitternacht dauert die Informationsrunde. Schlussendlich waren alle zufrieden mit den erhaltenen Informationen. „Die Bio-Landwirtschaft ist das Kapital unserer Region. Das sollten wir wertschätzen“, sagt Hans Untersteiner. Es sei durchaus möglich, die Landwirtschaft im Schulterschluss mit Kultur und Tourismus gemeinsam zu präsentieren. Etwa mit einem Kartoffelfest. Oder frischgebackenem Brot beim Theatersommer. Auch die Flurfahrten, die Pieper für seine Verpächter anbietet, könnte man ausweiten und für Touristen öffnen. „Landwirtschaft erleben – als touristisches Angebot“, das könne er sich gut vorstellen, so Untersteiner. Gemeinsam sei vieles möglich. Im Schulterschluss der Alteingesessenen und der Zugezogenen.

Von Regine Buddeke

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