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Ostprignitz-Ruppin In Neuruppin war Staudenmarkt
Lokales Ostprignitz-Ruppin In Neuruppin war Staudenmarkt
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00:15 19.04.2016
Stauden und Balkonpflanzen gibt es bei Heike Rose (l.) Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Die Alpakas sind gut umlagert. Immer wieder stehen ein paar Schaulustige am Zaun, reichen eine Handvoll Heu zu den knabberlustigen Tieren. Herrchen Mathias Schellack erklärt derweil Lebensweise und Besonderheiten der Tiere. Und warum die Wolle so toll ist. Um ihn herum türmen sich die Körbe mit Alpakawolle, Gestricktes liegt auf Tischen und hängt bunt und kuschelig von Kleiderständern. Über mangelnden Umsatz muss er sich nicht beklagen. Als Direkterzeuger – „vom Tier bis zum fertigen Produkt“ – sei er hier mit seinem Nischenprodukt am richtigen Platz. „Und die Neuruppiner sind wahnsinnig nett“, sagt der Mann aus Hohenbucko im Spreewald, der zum ersten Mal auf dem Neuruppiner Schulplatz steht – anlässlich des viertägigen Frühlingsfestes, das die Neuruppiner Stadtmarketing organisiert hat. Besuchermagnet ist am Samstag der Kräuter- und Staudenmarkt, der zwischen all den Karussells und Imbissbuden steht, die zur Schlemmermeile laden und Martinimarkt-Feeling versprühen.

Knuddelig: die Alpakas von Mathias Schellack. Quelle: Buddeke

Ähnlich sehen es die anderen Händler, die am Sonnabend ihre grüne Ware anbieten. Inken Rendler vom Kräuterhof Lavendelblüte, die auf dem Wochenmarkt ihren festen Stand hat, sagt: „Hier hat ja heute jeder seins abbekommen.“ Ab zehn Uhr sei es richtig gut gelaufen. Das Wetter habe mitgespielt. Zumindest bis gegen 14 Uhr – als ein kurzer Platzregen den Platz vorübergehend leer fegte.

Rosemarie Radke ist aus Wittstock gekommen. Ihre Spezialität sind winterharte Stauden. „Selbstgezüchtet – wir sind Direkterzeuger“, sagt sie. Seit 30 Jahren steht sie auf Märkten – um die 80 Staudensorten hat sie im Sortiment – und zu jeder gibts die passende Beratung. Etwa an Reinhild Leppin. Die Langenerin hat gerade einen Ananas-Salbei erstanden. Und ist zufrieden – mit der Beratung und dem Markt als solches.

Heike Rose aus Segeletz ist auch angetan. „Unsere Gemüsepflanzen waren der Renner“, sagt sie. „Die Leute wollen endlich im Freiland pflanzen.“ Nur die Schlemmermeile findet sie nicht so toll. „Da habe ich mir exotischeres erwartet. Wurst und Kammsteak gibts ja überall.“

Ein paar Meter weiter sammeln sich die Neugierigen. Torald Wendt aus Diedersdorf macht seine Kettensäge klar. Um ihn stapeln sich witzige Figuren aus Holz: Kraniche und Greifvögel, Eichhörnchen, Bären und ein Uhu. Eine hübsche Zierde für Haus oder Garten. Gespannt schauen die Umstehenden, als er die Säge am halbmeterhohen Baumstammstück ansetzt. Noch nicht einmal vom Riesenrad aus sieht man, was daraus entsteht.

Torald Wendt aus Diedersdorf zeigt Holzkunst live. Quelle: Buddeke

Auch Nichtgärtner kamen beim Markt auf ihre Kosten: Zumal es jeden Tag Livemusik gab. Bereits am Donnerstag, als das Fest eröffnet wurde, spielte die Band „Chilli“ auf – zum „Feierabendbier bei Countrymusik“. Am Freitag kamen dann Schlager- und Rock-Fans gleichermaßen auf ihre Kosten, als die Band „Rolog“ loslegte. Etwas verspielter ließ es „Helma“ angehen – die Neuruppiner spielten ein Stündchen launigen Akustikpop. Für den Sonnabend hatten die Macher ein Kinderprogramm geplant – während der Abend den Tanzlustigen vorbehalten war. Die „Vaso Partyband Berlin“ spielte Tanzklassiker. Und wer dann noch nicht genug hatte, konnte sich am Sonntag Vormittag noch einen „Countryfrühschoppen mit Chilli“ gönnen, bevor es am Sonntagnachmittag mit „Remmi von Demmi“ spaßig weiterging.

Von Regine Buddeke

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