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In Rüthnick gibt es mehrere aktive Vereine

Gut vereint In Rüthnick gibt es mehrere aktive Vereine

Ein Heimatverein, ein Treckerverein, eine Schützengilde – in Rüthnick kann man sich aussuchen, wo man mitmischen will. Alle Vereine haben ihre festen Traditionen, und tun das ihrige, dass die Feste immer gut besucht sind – ob Treckertreffen, Backofen- und Pflaumenkuchenfest, Karneval oder Adventsbasar.

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Die Schrauber von Falut an ihrem alten Famulus. Da ist noch einiges zu tun.

Quelle: Regine Buddeke

Rüthnick. Rüthnick rüstet sich für den ersten Mai. Gleich drei Vereine werden in der ein oder anderen Form diesen Tag feiern. Für seine 491 Einwohner hat das Dorf eine ganze Menge Vereine. Seit 1994 gibt es den Heimatverein – mit stolzen 62 Mitgliedern. Ziel bei der Gründung war, das dörfliche Zusammenleben zu fördern. Das sei zwar nicht immer leicht, so der Vereinschef Hannes Rosenberg, aber die steigenden Mitgliederzahlen und die gut besuchten Veranstaltungen seien Beweis genug, dass der Verein gute Arbeit leiste. Ob das die Baumpflege in der Gemeinde sei, die Errichtung einer Bücherei, der Bastelkurs für Kinder oder den Nähzirkel für die Älteren – das Vereinshaus ist Treffpunkt für alle Generationen. Regelmäßig findet ein Weihnachtsbasar statt, bei dem Jahr für Jahr der Märkische Jugendchor auftritt, als Dankeschön dafür, dass er vom Heimatverein finanziell unterstützt wird. Eine Schau ist auch der Karneval. Der Heimatverein investiert dafür viel Zeit – und stemmt die Balance zwischen Bütt und Männerballett kurzerhand selbst. – mit einem Zwei-Stunden-Programm. Auch das Vereinsgebäude wurde in gemeinschaftlichen Arbeit seiner Mitglieder selbst geschaffen. 1994 traf man sich noch in der Heimatstube des Vorlaubenhauses, die aber schnell zu klein wurde. Es war ein Glücksfall, dass der Verein 2002 die ehemalige Schmiede kaufen konnte: alle Vereinsmitglieder haben dafür gespendet und mit Hilfe von Fördergeldern und etlichen gemeinschaftlichen Arbeitsstunden wurde das Haus saniert. Ein Jahr darauf wurde der steinerne Backofen auf dem Vereinsgelände eingeweiht. Der wurde schnell zum heimlichen „Vereins-Maskottchen“ – denn wenn es etwas gibt, das typisch für den Heimatverein ist, dann das alljährliche Backofenfest am 1. Mai und das Pflaumenkuchenfest im September. Es sind die alten ländlichen Traditionen, die sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Günter Müller, langjähriger Vereinsvize, ist immer wieder dabei, alte Gerätschaften des Handwerks und Hauswirtschaftsutensilien zu sammeln, nachzubauen und bei den Festen des Vereins vorzuführen: ob Butterfass, die Mutter aller Wasserwaagen oder eine Schnitzbank. Über die Jahre ist auch eine hübsche Sammlung alter Landtechnik dazugekommen, die bei den Hoffesten besichtigt werden kann. Die Idee dazu kam vor Jahren vom Rüthnicker Peter Herzog, einem Fan von Oldtimertraktoren und alter Landtechnik. „Ich bin froh, dass der Heimatverein meine Idee aufgegriffen und verwirklicht hat. Das ist eine schöne Bereicherung für Rüthnick“, sagt er, der mittlerweile mit etlichen Mitstreitern einen eigenen Verein gegründet hat.

Hannes Rosenberg, Chef des Heimatvereins, am Brotbackofen

Hannes Rosenberg, Chef des Heimatvereins, am Brotbackofen.

Quelle: Regine Buddeke

Auch dieser in Rüthnick gegründete Verein „Freunde alter Landtechnik und Traktoren“ – kurz Falut – hat am 1. Mai einiges vor. Alljährlich richten die Mitglieder, die aus Rüthnick und anderen Gemeinden stammen, ein großes Treckertreffen aus. Aus eben diesem Grund wurde der Verein 2013 auch gegründet: die Schau – mittlerweile die achte – ist über die Jahre immer größer geworden und hatte unter dem Mantel des Backofenfestes irgendwann keinen Platz mehr. Bis zu 200 Oldtimer werden mittlerweile ausgestellt, oft kommen mehr als tausend Besucher, um die Schau zu sehen, bei der natürlich auch die aufgearbeitete alte Landtechnik vorgeführt wird. Herzog und seine Männer – zwölf Leute gehören zum aktiven Kern – schrauben jeden Donnerstag in einer Herzberger Garage an den alten Schätzchen. Gerade an einem Famulus Baujahr 62. Der wird indes noch ein Weilchen brauchen, bis er wieder fährt. Dafür liegen die Arbeiten am alten Dreschkasten und einem Anhänger, der am 1. Mai dringend benötigt wird, in den letzten Zügen. „Wir sind schon ganz heiß“, fasst es Peter Herzog zusammen und spricht seinen Schraubern aus der Seele, wenn er sich auf den Startschuss freut. Der darf durchaus wörtlich genommen werden, denn auch die Schützengilde Rüthnick hat am 1. Mai ihren Auftritt: die Männer um den Schützenchef Klaus-Dieter Ebert werden das Treckertreffen mit einem Salutschießen eröffnen.

Klaus-Dieter Ebert ist Chef der Schützengilde

Klaus-Dieter Ebert ist Chef der Schützengilde.

Quelle: Regine Buddeke

Die Schützengilde wurde 1997 gegründet. 2001 sei man in die jetzigen Räume eingezogen, die die Vereinsmitglieder selbst ausgebaut haben, erzählt Klaus-Dieter Ebert. 21 Mitglieder gebe es derzeit. „Wir sorgen hier für ein sportlich-kulturelles Domizil.“ So werde der Raum auch für die Gemeindevertretertreffen genutzt – und für private Feiern. Auch die Schützen bringen sich ein im Dorf – nicht nur beim Traktorentreffen. Zum Osterfeuer sind sie ebenso am Start wie auch beim Erntedankfest und am Volkstrauertag mit einer Kranzniederlegung, so Ebert.

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Birgit Salzwedel freut sich auf den 1. Mai. „Es wird wieder ein Highlight“, ist sie überzeugt. Und wie in jedem Jahr backt sie einen Kuchen. „Diesmal für den Treckerverein. Die haben zuerst gefragt.“

Von Regine Buddeke

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