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In Temnitztal steigt die Grabgebühr

Friedhofsnutzer zahlen mehr In Temnitztal steigt die Grabgebühr

Etwa 400 Euro zahlen Nutzer der kommunalen Friedhöfe in der Gemeinde Temnitztal jetzt für ein Doppelgrab. Die Amtsverwaltung schlug nun vor, dass diese Gebühr auf 1000 Euro steigen soll. Das wehrten die Gemeindevertreter ab. Eine Preiserhöhung beschlossen sie trotzdem – immerhin aber eine moderatere.

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Die Gebühren auf dem kommunalen Friedhof in Wildberg, aber auch in Garz und in Kerzlin ziehen ab Januar deutlich an.

Quelle: Peter Geisler

Kerzlin. Die Nutzung der kommunalen Friedhöfe in der Gemeinde Temnitztal wird ab Januar deutlich teurer. Die Gebühren steigen zum Teil auf mehr als das Doppelte. Die Gemeindevertreter haben aber verhindert, dass die Menschen in der Region noch mehr für einen Friedhofsplatz berappen müssen.

400 Euro bezahlen die Nutzer von Doppelgräbern auf den Friedhöfen in Garz, Kerzlin und Wildberg derzeit im Schnitt. Die Amtsverwaltung schlug nun vor, diese bislang in einzelnen Orten unterschiedliche Gebühr zu vereinheitlichen und auf 1000 Euro anzuheben. Beim Einzelgrab, für das man zwischen 150 und 200 Euro bezahlt, sollte der Preis auf 500 Euro steigen. Der Grund für die Erhöhung ist, dass die bisherigen Einnahmen nur etwa 30 Prozent tatsächlicher Kosten tragen.

Die Gemeindevertreter wollten das nicht hinnehmen. Sie beschlossen zwar die neue Friedhofsgebührensatzung – aber mit veränderten Zahlen. Ergebnis: Ein Einzelgrab wird ab 2016 400 Euro, ein Doppelgrab 800 Euro kosten. „Wir müssen da mit Fingerspitzengefühl rangehen“, sagt Bürgermeister Thomas Voigt, der die von der Verwaltung vorgeschlagenen Preise ein „bisschen unverschämt“ fand. „Wir wollen mit den Toten ja kein Geld verdienen.“

Denn zum einen gibt es in Temnitztal neben den drei kommunalen auch vier kirchliche Bestattungsstätten. Und die neuen Gebühren der Gemeinde sollen sich nicht meilenweit von denen der Kirche unterscheiden, findet Voigt. Zum anderen sollen die Menschen auf dem Land nicht ganz so stark wie in der Stadt abkassiert werden, weil sie sich auch mehr um die Pflege der Friedhöfe kümmern. Zudem haben viele von den Nutzern auch bei der Einrichtung der Stätten gearbeitet – ehrenamtlich. „Sie haben das Dach der Trauerhalle neu gedeckt und die Wege angelegt – diese Eigenleistung muss bei den Gebühren berücksichtigt werden“, so Voigt, der auch anzweifelt, ob die Berechnungen der Verwaltung richtig sind. Er habe bisher zumindest keine Zahlen gesehen, die belegen, dass die tatsächlichen Kosten so hoch sind wie behauptet. 2016 sollen die Gemeindevertreter entscheiden, ob sie die Friedhofspflege weiterhin für teures Geld vom Bauhof erledigen lassen oder ob sie diese an ein Unternehmen vergeben, das die Dienstleistung günstiger anbietet.

Von Celina Aniol

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