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Ostprignitz-Ruppin In Zaatzke stehen Elektro-Räder hoch im Kurs
Lokales Ostprignitz-Ruppin In Zaatzke stehen Elektro-Räder hoch im Kurs
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00:17 16.06.2016
Siegfried Ramin mit einem Elektrofahrrad in seiner Werkstatt. Quelle: Fotos (2): Bihler
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Zaatze

Dafür, dass immer mehr seiner Kunden ein Elektrofahrrad haben, hat Siegfried Ramin aus Zaatzke eine einfache Erklärung: „Die Räder sind teuer. Und wer so viel Geld für ein Fahrrad ausgibt, der möchte auch einen ordentlichen Service haben.“

Ursprünglich kam der Tüftler aus Zaatzke einmal aus der Automobilbranche, wo er vor der Wende unter anderem als Filialleiter beim Ifa-Vertrieb für Autoteile und Fahrräder zuständig war. Mit der Wende ist er zu seinem ehemaligen Lehrmeister ins Wittstocker Autohaus Kipcke gewechselt, das parallel einen Fahrradladen hatte. Bevor sich Ramin mit seiner Fahrradwerkstatt schließlich selbstständig machte, hatte er dort gearbeitet – und so seit 1970 eigentlich schon immer etwas mit Fahrrädern zu tun gehabt. Auch bei der Tour de Prignitz ist er schon ewig dabei und hat dort immer gut zu tun: In diesem Jahr musste er während den sechs Etappen alleine etwa 40 Fahrradschläuche wechseln – neben vielen anderen kleinen und großen Problemen, mit denen die Radler bei ihm Hilfe suchten.

Werkstattimpressionen. Quelle: Claudia Bihler

Selbstständig ist er nunmehr seit zehn Jahren – und feiert demzufolge in diesem Jahr sein Betriebsjubiläum. Seine Werkstatt hat er inzwischen direkt neben seinem Wohnhaus – zumindest, was die größeren Fälle angeht. Doch die Kunden können auf seinen Service auch daheim zurückgreifen, schließlich nennt Ramin sein kleines Unternehmen nicht umsonst „Mobiler Fahrradservice“.

Geändert hat sich viel in den Jahren, seit der Rad-Experte mit Fahrrädern zu tun hat. Nicht nur, was die Ausrüstung der Räder angeht, die heute mit Scheibenbremsen oder gar mit hydraulischen Öldruckbremsen daherkommen – oder auch mit Nabendynamos, mit denen die Beleuchtung des Fahrrades für den Radler nicht zum Kraftakt wird. „Vor allem hat sich die Einstellung der Leute zum Radfahren geändert“, meint Ramin: „Es ist heute nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Sportgerät und Lifestyle-Produkt.“

Ersatzteillager in der Zaatzker Fahrradwerkstatt. Quelle: Claudia Bihler

Und nun also Elektrofahrräder, bei denen Ramin Vertrieb und Service für die niederländische Firma Gazelle übernommen hat. Auch, wenn die flache Landschaft der Prignitz kaum zulässt, dass die Akkus beim Bergabfahren und Bremsen per Bremskraftrückgewinnung wieder geladen werden – auch für heimische Radler sind bei entsprechender Ausstattung heute Reichweiten von durchschnittlich 80 Kilometern und darüber hinaus möglich. Ob Hollandrad oder Trekking-Flitzer, Räder mit Tiefeinstieg oder Sportlenker, ob Vorder-, Mittel- oder Heckakku: Wer E-Bike fährt, hat Fahrspaß pur, sogar am Berg. Denn die Räder rollen den Radler nicht völlig automatisch über die Straßen, sondern funktionieren nach einer Art Belohnungsprinzip: Wer sich beim Radeln mehr anstrengt, wird mehr von der Fahrradelektronik unterstützt, je nach Bedarf in mehreren Stufen. Kostenpunkt für eine Akkuladung, die an jeder Steckdose erfolgen kann: etwa 15 Cent.

Nicht nur die Werkstatt gehört zu Ramins Einmann-Unternehmen. Schon seit langem gehört er als Vermieter auch zum Netzwerk der Prignitzer Radverleiher, die nach Bedarf auch größere Radlergruppen mit Fahrrädern ausstatten.

Von Claudia Bihler

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