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In den Kliniken arbeiten mehr Ärzte

Neuruppin In den Kliniken arbeiten mehr Ärzte

Die Zahl der Ärzte, die in den Ruppiner Kliniken arbeiten, ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Gleichwohl gjbt es in der Region weiterhin einen Ärztemangel. So wird im Bereich Wittstock-Pritzwalk seit Längerem ein Hautarzt gesucht. Bisher vergeblich. Dabei ist eine Förderung von bis zu 50 000 Euro möglich.

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Hausärzte werden in Kyritz, Neuruppin und Wittstock gesucht.

Quelle: DPA

Neuruppin. Die Zahl der Ärzte, die in den Ruppiner Kliniken arbeiten, ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. Beschäftigte das Krankenhaus in der Fontanestadt 2012 im Schnitt 218 Ärzte, waren es im vergangenen Jahr bereits 255. Die Entwicklung korrespondiert mit der auf Bundesebene: Laut einer jetzt in Berlin vorgestellten Statistik der Bundesärztekammer arbeiteten im vergangenen Jahr in Deutschland 378 607 Ärzte in Kliniken, Praxen und anderen Einrichtungen. Das sind 7300 mehr als 2015.

Gleichwohl warnte Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, vor einem weiteren Auseinanderklaffen zwischen Kapazitäten und Behandlungsbedarf. Demnach steigt der Versorgungsbedarf schneller als die Zahl der Ärzte. Betroffen davon sind vor allem Regionen abseits von Ballungsgebieten und Großstädten. Dazu gehören ebenfalls Gebiete in Brandenburg. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) hat deshalb gemeinsam mit den Krankenkassen sogenannte Förderregionen ausgewiesen. Siedelt sich dort ein Arzt oder eine Ärztin an, kann das mit einem Zuschuss von bis zu 50 000 Euro gefördert werden, sagte am Mittwoch Christian Wehry, der Sprecher der KVBB. Die Region Pritz­walk-Wittstock könnte von dieser Regelung profitieren. Dort wird schon seit Längerem ein Hautarzt gesucht. Doch bisher hat sich kein Interessent gefunden. Zudem werden laut der KVBB im Nordwesten Brandenburgs noch Hausärzte gesucht, beispielsweise in Kyritz, Neuruppin und Wittstock.

Ärztemangel durch Zuwanderung etwas entschärft

In vielen Regionen wird der Ärztemangel etwas durch die Zuwanderung entschärft. So stieg die Zahl der ausländischen Ärzte in Deutschland im vergangenen Jahr um knapp zehn Prozent auf gut 46 700. Damit besitzen elf Prozent der in Deutschland berufstätigen Ärzte eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Auch das Neuruppiner Krankenhaus profitiert von dieser Entwicklung: Arbeiteten 2012 lediglich elf ausländische Ärzte in den Ruppiner Kliniken waren es im vergangenen Jahr bereits 33. Die meisten ausländischen Ärzte, die im Neuruppiner Krankenhaus praktizieren, kommen aus Bulgarien, Rumänien und Polen. Das sieht auf Bundesebene etwas anders aus: Laut der Bundesärztekammer stammen deutschlandweit die meisten ausländischen Ärzte aus Rumänien (4285), gefolgt von Griechenland (3118), Syrien (2895) und Österreich (2600).

Von Andreas Vogel

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