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Ostprignitz-Ruppin Bello und Co. auf der Schulbank
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bello und Co. auf der Schulbank
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07:01 29.05.2014
Ganz so wie sie es gelernt hatten, ließen sich die Hunde auch von klingelnden Radfahrern nicht aus der Ruhe bringen. Quelle: André Reichel
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Neustadt

Von der Robert-Koch-Straße aus führt ein schmaler Feldweg zu der Hundeschule von Claus und Marion Runge. Schon von weitem sieht man am Wegesrand abgestellte Autos aufgereiht stehen. Mit so viel Betrieb hätte man so weit abseits der belebten Straßen der Dossestadt nicht unbedingt gerechnet. Doch bei Runges ist fast jeden Tag etwas los, denn für Insider ist die Hundeschule längst kein Geheimtipp mehr. Die blecherne Versammlung endet an einem heckenumsäumten Grundstück. Das Tor steht weit offen und ein großes Schild zeigt an, dass man an der richtigen Adresse angekommen ist.

Dann sieht man auch schon die ersten Hunde, die von ihren Herrchen oder Frauchen auf und ab geführt werden. Insgesamt haben knapp 20 Hundehalter ein ganzes Jahr lang mit ihren geliebten Vierbeinern diverse Kommandos geübt. Um etwas zu lernen, kommen die Hundehalter nicht nur aus Neustadt, sondern aus der gesamten Kleeblattregion und darüber hinaus und so mancher hält der Hundeschule schon seit Jahren die Treue. Nun wurde das Können von Hund und Mensch bei der so genannten Straßentauglichkeitsprüfung, die in vier Schwierigkeitsgraden untergliedert ist, unter die Lupe genommen.

Claus Runge, der als Trainer und Chef in der Hundeschule jeden einzelnen Hund und deren Halter ganz genau kennt, war selbst auch mit in der dreiköpfigen Jury. Unterstützt wurde er bei der Bewertung von seiner Tochter Stephanie und von Bettina Tietz aus Gartow, die vor zehn Jahren selbst bei Runges ihren Hund ausbilden ließ und nun, immer wenn Bedarf ist, mithilft. Pflicht ist diese Prüfung nicht, aufgeregt waren die zweibeinigen Teilnehmer trotzdem, als sie dann nacheinander mit ihrem Hund vor der Jury Leinenführigkeit, Sitz, Platz und Bleib und weitere Aktionen vorführen mussten. Wenn alles reibungslos klappte, vergab die Jury die volle Punktzahl. Eine der Teilnehmer war Kerstin Stübing aus Neustadt. Ihr Hund "Tom" machte eine gute Figur und dafür bekam er 47 von 50 Punkten.

Seit drei Jahren kommt Kerstin Stübing schon zu Runges. Wirklich nötig hat sie es nicht, etwas über den Umgang mit Hunden zu lernen. "Seit ich Kind war, hatte meine Familie Hunde. Für mich ist der Kurs in der Hundeschule ein Ausgleich zur Arbeit und die Leute hier sind auch alle sehr nett, da kommt man gerne wieder", sagte die 53-jährige Neustädterin. Auch wenn nicht jeder Hund eine so gute Figur abgab, wie "Tom", letztlich bestanden alle Teilnehmer und was zu lachen gab es auch, denn so mancher Vierbeiner entpuppte sich als kleiner Schauspieler.

Der Höhepunkt der Prüfung war schließlich der Teil, bei dem es auf die Straße ging. Unter realen Bedingungen mussten Bello und Co. Nervenstärke beweisen, wenn Radfahrer klingelnd dicht an ihnen vorbeifuhren oder Fussgängergruppen ihren Weg kreuzten. Am Ende konnten alle stolz sein und die Hundebesitzer bekamen eine Urkunde. Bei Claus Runge fiel der Druck sichtlich ab. "Die Vorbereitungen waren anstrengend, doch nun bin ich froh, denn es hat alles gut geklappt", sagte der Hundetrainer.

Von André Reichel

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