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In der Kernstadt sind Kita-Plätze Mangelware

Rheinsberg In der Kernstadt sind Kita-Plätze Mangelware

Global gesehen mangelt es in Rheinsberg nicht an Kita-Plätzen. Doch wer will schon sein Kind jeden Tag aus der Kernstadt nach Dorf Zechlin kutschieren? Das müsste ein Zuzügler aber. Denn im Zentrum sind freie Kapazitäten in den Kindertagesstätten Mangelware – auch wenn insgesamt in Rheinsberg die Zahl der betreuten Kita-Kinder zurückgeht.

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Kita „Spatzennest“ wird bald mehr Kinder betreuen können.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. In Rheinsberg und seinen Ortsteilen werden in den Jahren 2017 und 2018 nach einer längeren stabilen Phase wieder weniger Krippen- und Kita-Plätze benötigt als bisher. Dafür steigt der Bedarf an Betreuungskapazitäten in den zwei Horten der Prinzenstadt deutlich. Zu diesen Ergebnissen kommt die Verwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in ihrer aktuellen Kita-Bedarfsplanung. Demnach werden in den Rheinsberger Krippen sechs Plätze und in den Kitas 22 Plätze weniger als bislang gebraucht. In den Horten hingegen werden bald 20 Plätze mehr als noch 2016 belegt sein.

Zum Stichtag 1. Juni 2016 standen den Eltern in der gesamten Kommune 502 Betreuungsplätze in 7 Einrichtungen zur Verfügung, von denen zwei von der Stadt und fünf von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wurden. 16  Plätze waren allerdings zusätzliche Kapazitäten, die nur für einen gewissen Zeitraum mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt sind. Tatsächlich belegt waren am 1. Juni dieses Jahres 465 Plätze bei einer Gesamtzahl an Kindern bis zum Grundschulalter in der Kommune von etwa 770 und einer jährlichen Geburtenrate von durchschnittlich 54 Kindern.

Voll ausgelastet waren damit nicht alle Einrichtungen – dennoch will die Stadt nicht umsonst die Kapazität der Kita „Spatzennest“ in der Kernstadt erhöhen (die MAZ berichtete). Denn mehr Plätze im Zentrum werden auch wegen der dort nun lebenden Flüchtlingsfamilien im Moment definitiv benötigt, sagt Vize-Bürgermeister Andreas Neubert. Wegen der schlechten Anbindung helfen in dieser Situation freie Kapazitäten, die es in der Dorf Zechliner Kita „Waldzwerge“ gibt, um keinen Deut. Wie viele Plätze für Flüchtlingskinder derzeit gebraucht werden, kann man nur schätzen. In den Awo-Einrichtungen, die den Betreuungsbedarf in der Kernstadt abdecken und fast gänzlich ausgelastet sind, wurden bis zum 13. Juni dieses Jahres zehn von ihnen aufgenommen. Es gibt aber zehn weitere Anträge sowie eine Warteliste.

Von Celina Aniol

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