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Ostprignitz-Ruppin In der Kleeblatt-Region bestens versorgt
Lokales Ostprignitz-Ruppin In der Kleeblatt-Region bestens versorgt
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00:17 07.07.2016
Die Frage „Welche Orte gehören für mich zusammen?“ beantwortete jeder mit einem roten Kreis. Quelle: Stadt Kyritz
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Kyritz

Dicht an dicht drängen sich viele kleine Aufkleber mit verschiedenen Symbolen auf der Landkarte. Das gesamte Kyritzer Stadtgebiet ist vollgeklebt, ebenso Wusterhausen und Neustadt. Weitere Aufkleber finden sich auf dieser Karte in Neuruppin, viele weitere sogar in Berlin. Die Symbole stehen für „Großeinkauf“, „Behörde, Bank, Post“, „Arzt und Apotheke“ oder „Freizeit und Sport“. Es sind die Antworten auf die Frage „Was erledige ich wo?“ Gegeben haben sie rund 40 Teilnehmer bei der jüngsten Konferenz zum Projekt „Mobil.Dasein.Mitreden!“ im Kyritzer Rathaussaal.

Diese sogenannte Auftaktwerkstatt ist Teil mehrerer Untersuchungen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der seit Kurzem eine Modellregion ist für das Thema „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die Runde in Kyritz war die dritte nach Neuruppin und Wittstock. Interessant bei der Auftaktwerkstatt für die Kleeblattregion: Nicht ein Klebchen auf der Karte findet sich in Richtung Pritzwalk, auch nicht in Wittstock oder Perleberg. Lediglich bei der Frage, wohin Arbeits- beziehungsweise Schulwege führen, sind die Städte jeweils einmal berücksichtigt. Ein ähnliches Bild ergab die Grafik zu der Frage „Welche Orte gehören für mich zusammen?“

Kreative Untersuchung: Welche Orte gehören für mich zusammen? Quelle: Stadt Kyritz

In Wittstock blieb Pritzwalk auf der Karte sogar unangetastet, während Wittstock selbst überquoll von diversen aufgeklebten Symbolen. Demnach spielt aber auch Neuruppin im Gegensatz zu den Kyritzern, Neustädtern und Wusterhausenern eine offensichtlich geringere Rolle bei den Wittstockern. Wenn es um Besorgungen geht, richtet sich ihr Blick eher nach Kyritz als an den Ruppiner See, obwohl Neuruppin Kreisstadt ist.

Landrat Reinhardt kündigte für Mittwoch erste Auswertung an

Anders als in Neuruppin und Wittstock nahm in Kyritz Christian Schlump vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur teil und stellte das Projekt vor. Vize-Landrat Werner Nüse und die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke begrüßten die Gäste. Weitere Erläuterungen zu den Untersuchungen gab Projektleiter René Kämpfer vom Berliner Forschungs- und Beratungsinstitut „Iges“. Der Landkreis hat es mit der wissenschaftlichen Projektbegleitung beauftragt. Nicola Krettek von der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg leitete die einzelnen Runden.

Christian Schlump vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Kyritz. Quelle: Stadt Kyritz

Eine erste Auswertung kündigte Landrat Ralf Reinhardt für Mittwoch dieser Woche an. Ergebnisse sind aber auch schon im Internet auf der Seite www.mobil-dasein-opr.de hinterlegt. Demnach wird seitens der Akteure betont, dass in Kyritz mal nicht vorrangig „institutionelle Vertreter“, sondern auch viele ältere Bewohner mitmachten.

Zu den jüngeren indes gehörte Manuela Matz-Kubik, die sich für den Nachtzug aus Berlin in die Prignitz engagiert. Sie fragte nach einem Kontakt zum Berliner Verkehrsministerium. Wusterhauens Bürgermeister Roman Blank äußerte Bedenken, dass sich Dorfzentren rechnen können, insbesondere wegen der Personalkosten. Sigrid Schumacher aus Lohm vergewisserte sich, ob auch eine Weiterförderung nach dem Projektende geplant ist, damit das Konzept nicht in der Schublade verschwindet.

Von Matthias Anke

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