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Ostprignitz-Ruppin In der Krümelkiste fehlt Personal
Lokales Ostprignitz-Ruppin In der Krümelkiste fehlt Personal
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00:17 25.08.2016
Das Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“ ist ein beliebter Treffpunkt – hier beim Seniorensportfest im Juni. Quelle: Peter Geisler (Archiv)
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Neuruppin

Eine neue Leitung und in jedem Bereich mindestens einen Festangestellten, der die Fäden in der Hand hält: Die Wunschliste des Neuruppiner Mehrgenerationenhauses Krümelkiste ist gar nicht so lang. Dennoch lässt sich beides derzeit nur schwer realisieren.

Im Juni hat die Mitarbeiterin Anja Kühne die kommissarische Leitung der Begegnungsstätte in der Otto-Grotewohl-Straße übernommen. Wann sie abgelöst wird, ist ungewiss. „Der vorherige Leiter ist erkrankt, so dass wir nun gemeinsam versuchen, den Betrieb mit kommissarischer Leitung und unseren Vor-Ort-Besuchen einmal pro Woche aufrecht zu erhalten“, erklärt Helga Burgahn vom Brandenburger Landesverband des Demokratischen Frauenbundes. Der Verein ist Träger des Mehrgenerationenhauses. „Das ist natürlich auch für uns eine schwierige Situation und wir sind bemüht, eine Lösung zu finden.“ Wahrscheinlich in dieser Woche solle entschieden werden, ob der erkrankte Kollege in seine Position zurückkehren könne, oder die Stelle neu ausgeschrieben werden müsse, sagt Burgahn. Bei der Entscheidung wolle sie auch Rücksprache mit der Stadt halten.

Zehn Jahre „Krümelkiste“

Das Mehrgenerationenhaus Krümelkiste wurde 1991 als Frauen- und Familienzentrum gegründet und bis 2011 von Rosemarie Böhme geleitet.

Seinen heutigen Namen erhielt das Haus im Dezember 2006 – es feiert in diesem Jahr also zehnten Geburtstag.

Die Krümelkiste will Beratungs- und Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters sein und ihnen in schwierigen Lebenssituationen helfen.

Der Verein finanziert sich durch Fördermittel des Bundes, der Stadt Neuruppin und durch Spenden.

Die fehlende Hausleitung ist allerdings nur ein Problem. Auch die Mitarbeitersuche für andere Projekte laufe schleppend. „Wir brauchen dringend Leute“, sagt Bur­gahn. „Wir haben auch schon bei externen Dienstleistern angefragt, ob sie uns jemanden vermitteln können – derjenige muss ja auch ein paar Anforderungen erfüllen.“ So müsse ein potenzieller Mitarbeiter sich beispielsweise mit Integration auskennen und schon mal in einem Sozialberuf gearbeitet haben. An passenden Bewerbern fehle es allerdings. „Bei uns arbeiten zurzeit hauptsächlich MAE-Kräfte, also Ein-Euro-Jobber, Bundesfreiwilligendienstler und Ehrenamtler“, ergänzt Kühne. „Der häufige Personalwechsel ist natürlich nicht gut, aber in jedem Bereich einen Hauptverantwortlichen zu haben, lässt sich derzeit nicht realisieren.“ Trotz der erschwerten Bedingungen würden die Mitarbeiter vor Ort aber eine sehr gute Arbeit leisten, lobt Helga Burgahn vom Frauenbund. „Wir bieten trotzdem weiterhin alle Freizeitangebote an und wollen das Niveau halten.“

Anja Kühne leitet die Krümelkiste zur Zeit. Quelle: Josephine Mühln

Das Mehrgenerationenhaus Krümelkiste ist nicht nur Freizeit- und Begegnungsstätte, die Mitarbeiter bieten auch Hilfe in verschiedenen Lebenssituationen an. So werden im Mütterzentrum Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut, wenn Alleinerziehende beispielsweise einen Behörden- oder Arzttermin wahrnehmen müssen. Auch die Ferienspiele seien stets gut besucht, sagt Anja Kühne. Der Garten der Sinne mit Kräuterbeeten, Barfußpfad, Holzklangspielen und einem Insektenhotel wurde 2008 eröffnet. Er ist ein offenes Angebot für alle Interessierten, besonders von den Bewohnern des nahe gelegenen Senioren-Wohnparks werde er gut genutzt.

Hinweis: Das komplette Freizeitangebot der Krümelkiste gibt’s unter www.kruemelkiste-mgh.jimdo.com.

Von Josephine Mühln

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