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In jedem Fischstäbchen steckt ein Stück Prignitz

Paniermehlhersteller in Heiligengrabe In jedem Fischstäbchen steckt ein Stück Prignitz

Ob Chicken McNuggets oder Iglo-Fischstäbchen, alle ummanten sie ihre Produkte mit Paniermehl aus der Prignitz. Das wird tonnenweise in Standort des Lebensmittelzulieferers Kerry in Heiligengrabe produziert und das schon seit 20 Jahren. Mitarbeiter und Gäste nutzten am Freitag die Gelegenheit in die Geschichte und die Zukunft des Standorts zu blicken.

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Chris Reiche ist Produktentwickler.

Heiligengrabe. 26 000 Tonnen Paniermehl aus gut 150 verschiedenen Produktsorten verlassen jährlich das Kerry-Werk in Heiligengrabe. Die Waren gehen in die ganze Welt und so schmeckt sie dort auch jeder. „Sie können sicher sein, dass in jedem Fischstäbchen ein Stück Prignitz steckt“, sagte Peter Herzog vom Europamanagement des aus Irland stammenden Lebensmittel-Zulieferriesen Kerry im MAZ-Gespräch.

Zuvor hatte er die Bedeutung des Standorts Heiligengrabe in seiner Rede zum 20-jährigen Bestehen des Werks, das am Freitag gefeiert wurde, hervorgehoben. „Hier ist unser europäischer Hauptproduktionsstandort für Panaden“, betonte er, auch wenn das Werk gemeinsam mit dem im bayerischen Kleinholbach vergleichsweise klein sei. „Es ist ein Vorzeigeobjekt für unsere Kunden weltweit“, fuhr Herzog in seiner Rede fort. Zugleich verursache der Standort auch aufgrund des hoch qualifizierten Personals die niedrigsten Produktionskosten.

Qualifiziert und seit 20 Jahren dabei ist auch Produktentwickler Chris Reiche. „Das klassische Paniermehl für Fischstäbchen wird bei uns besonders stark nachgefragt“, erklärte der gebürtige Kyritzer. Verwies aber gleichzeitig auf die umfangreiche Produktpalette.

 Bürgermeister Holger Kippenhahn will enger mit Kerry in Kontakt treten

Bürgermeister Holger Kippenhahn will enger mit Kerry in Kontakt treten..

Quelle: Christian Bark

Zu den Gästen sprach auch Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn, der noch einmal die Bedeutung des Werks für den Gewerbepark der Gemeinde hervorhob. Gleichzeitig gab Kippenhahn aber auch zu, die Firma letztmalig vor elf Jahren besucht zu haben. „Für mich war es in der letzten Zeit eine Art Blackbox“, sagte der Bürgermeister. Doch das solle sich nun ändern. Mit der Geschäftsführung habe man sich schon darauf geeinigt, künftig engeren Kontakt untereinander zu pflegen. Zudem lud Kippenhahn dazu ein, an gemeinsamen Gesprächen mit anderen Unternehmen im Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock teilzunehmen, um so die Region auch wirtschaftlich weiter voranbringen zu können. Positiv äußerte sich Holger Kippenhahn auch über die unveränderte Zahl an Beschäftigten, die dem Gewerbepark zusätzliche Stabilität verleihen würden.

Allerdings machen die 34 Mitarbeiter in Heiligengrabe im Verhältnis zu den weltweit 24 000 Beschäftigten der Kerry-Group nur einen Bruchteil des Weltkonzerns aus. „Das kommt von der umfangreichen Automatisierung im Produktionsprozess“, erklärte Produktionsleiterin Carole Kabbani. Bald sollen übrigens 8500 Quadratmeter Produktionsfläche noch erweitert werden, kündigte Kabbani im MAZ-Gespräch an.

Von Christian Bark

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