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Ostprignitz-Ruppin Initiative gegen Klostergartenbeschluss gegründet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Initiative gegen Klostergartenbeschluss gegründet
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12:39 21.05.2015
Heinz Drewin und Heike Grüttner im Klostergarten Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Die Bürgerinitiative „Rettet den Kyritzer Klostergarten“ hat sich gegründet. Ihre bisher zehn Mitglieder wollen den am 29. April mehrheitlich von den Kyritzer Stadtverordneten gefassten Beschluss zur Umgestaltung und Bebauung des Klostergartens kippen. Dafür haben sie am Dienstagabend ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht. Seit gestern liegen die Unterschriftslisten unter anderem in den Geschäften der Stadt und in den Ortsteilen aus.

Innerhalb der kommenden acht Wochen muss die Bürgerinitiative nun etwa 800 Unterschriften – zehn Prozent der wahlberechtigten Bürger ab 16 Jahren – einholen. Die Frage auf der Unterschriftsliste lautet: Sind Sie für die Aufhebung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung SV 028/2015? Unterschreibt man, stimmt man dafür.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Klostergarten“ befürchten, dass das denkmalgeschützte, historische Ambiente des Klostergartens durch die Bauarbeiten endgültig zerstört wird und die Stadt Kyritz sich eines beliebten touristischen Highlights entledigt. Mit dem Beschluss sei zudem gegen das Votum der fachkompetenten Mitglieder im Bau-, Wirtschafts- und Hauptausschuss entschieden und der Weg für die Bebauung des Klostergartens freigegeben worden. Die Mitglieder der Initiative halten die Pläne für Kulturfrevel, den es aufzuhalten gilt.

„Wir rufen alle Kyritzer Bürger auf, so weit sie wahlberechtigt sind, sich gegen die Zerstörung des Klostergartens zur Wehr zu setzen, indem sie sich zahlreich in die in vielen Geschäften ausliegenden Unterschriftslisten eintragen“, so die Kyritzerin Heike Grüttner. Sie und der Kyritzer Heinz Drewin sind die Vertrauenspersonen für das Bürgerbegehren und werden auf den Unterschriftslisten genannt.

Heinz Drewin ist der Meinung, dass „viele Kyritzer nicht richtig über die Sache informiert sind“. Deshalb wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative in den kommenden Wochen Aufklärungsarbeit betreiben. „Wir wollen dabei den Fokus nicht auf die Knattermimen legen, sondern vielmehr auf die Gebäude, die neu entstehen sollen“, so BI-Mitglied Jürgen Freier. Es sei ausreichend anderer Platz da, auf dem die Stadt ihre Pläne verwirklichen könne, ist seine Meinung.

Die Bürgerinitiative sagt, dass die Begründungen für die Pläne der Stadt einseitig und teilweise auch fadenscheinig sind. Die Mitglieder sind dafür, den Klausurflügel des Klosters und die Ecke mit der Wäscherei zu sanieren. Für den Garten sehen sie jedoch Denkmalstatus, unter anderem für die 300 Jahre alten Buchsbäume. Sie befürchten auch, dass die alten Linden für die Bebauung weichen müssen.

Die Stadtverwaltung hatte am Montag in ihrem Amtsblatt den Beschluss der Stadtverordneten vom 29. April öffentlich gemacht. Darin heißt es unter anderem, dass die Stadtverordneten der Entwicklung des Klosterviertels zum Kulturstandort und der Bebauung zustimmen.

Von Sandra Bels

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