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Ostprignitz-Ruppin Initiative kritisiert Fehlen von Schallmessungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Initiative kritisiert Fehlen von Schallmessungen
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14:21 08.01.2017
Wie wirkt sich der Lärm von Windkraftanlagen auf die menschliche Gesundheit aus? Das Aktionsbündnis Gegenwind fordert Schallmessungen. Quelle: Peter Geisler
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Walsleben

Das „Aktionsbündnis Gegenwind PR-OPR-OHV“ kritisiert das Fehlen von Lärm- und Schallmessungen bei Windkraftanlagen im Amtsgebiet Temnitz. Derzeit gäbe es nur eine Messung für zwei Anlagen, sagt Silke Theuergarten vom Aktionsbündnis – im gesamten Amtsgebiet sind nach Angaben der Bürgerinitiative jedoch 45 Anlagen in Betrieb. „Wo sind die restlichen 43 erforderlichen Nachmessungen?“, fragt Theuergarten.

Nach Einschätzung der Initiative müssen Nachmessungen innerhalb eines Jahres nach Inbetriebnahme der Anlagen vorgelegt werden. Versäumten die Anlagenbetreiber, Daten zu erheben, ließen sich die „erheblichen Auswirkungen der Windkraftanlagen auf die Gesundheit der Menschen“ kaum bewerten, warnt die Initiative. Sie spricht von „illegalen Freilandversuchen an Menschen“.

Landesumweltamt: Nicht bei allen Anlagen sind Messungen erforderlich

Für das Landesumweltamt, die für die Schallmessungen zuständige Behörde, ist die geringe Zahl von Messungen im Amtsgebiet Temnitz nicht überraschend. Nicht für alle Anlagen müssen tatsächlich Schallnachweismessungen vorliegen, sagt Behördensprecher Thomas Frey. Bei älteren Anlagen, für die Baugenehmigungen vorliegen, fehlen entsprechende Vorschriften. Bei jüngeren Anlagen verlangt der Gesetzesgeber nur bei repräsentativen Anlagen Nachweismessungen. „Das erklärt die von dem Aktionsbündnis bemängelte Differenz“, sagt Frey.

Nach Angaben der Behörde sind die rechtlichen Grundlagen für den Betrieb der Anlagen unterschiedlich. Bei einigen Anlagen seien Nachweismessungen entbehrlich, so Frey – „wenn durch eine Lärmprognose der Nachweis erbracht wurde, dass durch den Anlagenbetrieb mit hinreichender Sicherheit keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Lärm oder Schattenwurf für nächstliegende schutzbedürftige Nutzungen zu erwarten ist“. Bei größeren Windparks reicht mitunter auch, wenn nur bei bis zu drei Anlagen Daten erhoben werden. „Insofern ist die Anzahl erforderlicher Nachweismessungen nicht zwingend identisch mit der Anzahl der errichteten und betriebenen Anlagen in einem Windeignungsgebiet oder Amtsbereich.“

Es fehlen noch Messungen

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz fordert Schallnachweismessungen – wenn auch nicht in allen Fällen. Im Falle des Amtsgebietes Temnitz seien lediglich in vier Genehmigungsbescheiden schalltechnischen Nachweismessungen gefordert worden, so das Landesamt für Umwelt. Allerdings fehlen tatsächlich noch Messungen.

So lagen im Dezember tatsächlich nur Messungen für zwei Anlagen vor. Inzwischen ging beim Landesamt eine weitere Messung für einen Windpark mit acht Anlagen ein. Auf die Daten von einem Park mit 20 Anlagen wartet die Behörde noch. Die Untersuchung soll erfolgt sein. „Der Messbericht wurde angefordert“, so Frey.

Mängel bei Wildberger Prüfbericht

Das Landesumweltamt muss die Messungen auch überprüfen. Weisen sie fachliche Mängel auf, kann die Behörde die Berichte zurückweisen. Unzufrieden waren die Behördenmitarbeiter etwa mit Messungen in Wildberg. Bei bestimmten Windgeschwindigkeitsklassen hätten nicht genügend Messwerte vorgelegen, so Frey.

„Eine abschließende Bewertung der Messberichte“ steht deshalb noch aus. Bis Ende März, so kündigte das Landesamt an, will die Behörde entscheiden, wie sie mit dem Bericht umgeht.

Von Frauke Herweg

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