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Ostprignitz-Ruppin Innensanierung in Stüler-Kirche geplant
Lokales Ostprignitz-Ruppin Innensanierung in Stüler-Kirche geplant
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00:17 14.07.2016
Roland Kissmann engagiert sich seit acht Jahren für die Sanierung.
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Christdorf

Die beiden Engelsköpfe auf blauem Grund faszinieren Roland Kissman schon seit seiner Kindheit. „Blau ist meine Lieblingsfarbe und mit den Engeln habe ich früher vor allem Weihnachten und Christi Geburt verbunden“, sagt der 49-Jährige aus Christdorf. Engel sind in vielen Kirchen zu finden, doch solche Ornamente wie die in der Christdorfer Kirche sind für Kissmann etwas Besonderes.

Wenn Besucher die Kirche betreten, beobachtet er immer wieder eine Reaktion: „Von außen wirkt die Kirche relativ wuchtig, doch wer hineingeht, findet sie oftmals verschwindend klein.“ 1837 wurde die Kirche erbaut. Die Baupläne stammen von Friedrich August Stüler (1800 bis 1865), einem der wichtigsten Architekten des 19. Jahrhunderts. Stüler war ein Schüler des noch berühmteren Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel.

Farbenfroh wirken der gelbe Palmettenfries und der Sternenhimmel in der Apsis der Christdorfer Kirche. Quelle: Ruch

Nur gut 100 Sitzplätze befinden sich im Kirchenschiff. Die steingrauen Wände weisen zumeist einen Fugenschnitt auf. Das Grau lenkt den Blick auf besondere Farbdetails. Die Apsis leuchtet fast weiß mit einem leichten Stuckglanz. Dort zieht sich ein gelber Palmettenfries entlang und darüber erstrecken sich aufgemalte Sterne. Fünf kreisrunde Fenster mit gelbem und violettem Glas lassen nur wenig Licht in den Altarraum. Die Stützen an der Empore sind mit symmetrischen und sehr kleinteiligen Ornamenten bemalt. Die Empore enthält zarte Weinranken, die in rotem Farbton gemalt sind.

Kleinteilig wirken die Ornamente an den Stützen zur Empore. Quelle: Ruch

Von 2009 bis 2014 erfolgten umfassende Sanierungsarbeiten. Diese kosteten 127 000 Euro. Der Schwamm musste bekämpft werden. Dach, Außenfassade und Kirchturm erhielten neuen Glanz. „In den letzten 20 Jahren musste ein Balken im Kirchenschiff dreimal ausgewechselt werden, weil der Schwamm immer wieder zurückkam“, erinnert sich Roland Kissmann. Seit 2007 ist er Mitglied im Gemeindekirchenrat und stieg gleich als dessen Vorsitzender ein. Zuvor wirkte sein Vater Alfred 41 Jahre in diesem Gremium mit; er suchte auch in den Zeiten von Materialmangel nach Möglichkeiten, das Gotteshaus zu erhalten. Beim Rundgang durch die Kirche blickt Roland Kissmann vage in die Zukunft: „Eventuell beginnen wir im nächsten Jahr mit der Innensanierung.“ Die Fenster in der Apsis müssen restauriert werden, die Apsis soll einen neuen Anstrich erhalten, die flache Balkendecke farblich angepasst werden und auch die Wände warten auf neue Farbe. Dabei stehen zwei Möglichkeiten im Raum, klärt Roland Kissmann auf: Entweder soll vollständig das Kircheninnere saniert werden oder der Gemeindekirchenrat entscheidet sich für eine etappenweise Sanierung. Zwischen 50 000 und 60 000 Euro liegen schätzungsweise die Kosten, doch für die Innensanierung gibt es keine Förderprogramme“, so Kissmann. Seine Devise lautet, sich immer neue Ziele zu setzen und auch den nachfolgenden Generationen Aufgaben beim Kirchenbau zu überlassen.

Von Christamaria Ruch

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