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Innenstadt-Supermarkt schlummert weiter

Kyritz Innenstadt-Supermarkt schlummert weiter

Auch ein knappes Dreivierteljahr nach der Schließung zeichnet sich für den ehemaligen Supermarkt in der Johann-Sebastian-Bach-Straße keine Veränderung ab. Die Kyritzer legen großen Wert darauf, dass der Standort wieder für den Lebensmitteleinzelhandel genutzt wird.

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Die ganze Innenstadt leidet unter dem Leerstand.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Dass an dem Grundsatz „Vielfalt belebt das Geschäft“ etwas dran ist, das bekommt die Kyritzer Innenstadt seit dem vergangenen Sommer zu spüren. Da stellte der Supermarkt in der Johann-Sebastian-Bach-Straße seinen Betrieb ein. Im Stadtzentrum wurde es ruhiger. Viele Leute, die sonst hierher zum Einkaufen kamen, nutzen nun zwangsläufig die Supermärkte am Stadtrand. An den Händlern im Zentrum geht das nicht spurlos vorbei. Der ehemalige Supermarkt Kersten war ein Kundenmagnet und der fehlt nun.

Bei einer Umfrage unter MAZ-Lesern zeigte sich jetzt, dass sich auch viele von ihnen wieder einen Lebensmittelmarkt im Stadtzentrum wünschen. Doch ob und wann es damit etwas wird, das ist nach wie vor völlig unklar.

Erst Konsum, dann versteigert

Eigentümer des alten Kaufhallenbaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße war über Jahrzehnte die Konsum-Genossenschaft. Deren Liquidation zog sich über Jahre hin. Die Kyritzer Kaufhalle gehörte zu den letzten Vermögenswerten, die schließlich versteigert wurden. Über die Pläne des jetzigen Besitzers ist öffentlich nichts bekannt.

„Wir sind zwar bemüht, mit dem neuen Eigentümer zu Lösungen zu kommen, aber derzeit gibt es noch kein greifbares Ergebnis“, sagt die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke auf Nachfrage. Hauptforderung ist dabei ganz klar die Nutzung der Immobilie für den Lebensmitteleinzelhandel. Bereits im Dezember 2015 hatten die Stadtverordneten einstimmig beschlossen, planungsrechtlich (per Bebauungsplan) in diese Richtung Druck auszuüben. „Wir arbeiten intensiv an dem Thema“, versichert die Bürgermeisterin. Der Erfolg ist aber keineswegs sicher. Im ungünstigsten Fall könnte es auf jahrelangen Leerstand und den damit verbundenen Verfall hinauslaufen.

Investitionen unumgänglich

So oder so dürfte eine erneute Nutzung der Halle als Supermarkt nicht ganz einfach sein. Technisch entspricht die Ausstattung längst nicht mehr den Anforderungen an den Lebensmitteleinzelhandel. Der Eigentümer müsste also für eine Nutzung investieren. Ob sich damit Geld verdienen lässt? Die ideale Lösung fürs Stadtbild wäre sicherlich ein Neubau, der sich besser in die vorhandene Bebauung einpasst.

Von Alexander Beckmann

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