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Internationales Fotoprojekt

Neuruppin Internationales Fotoprojekt

Jugendliche aus Afrika, Afghanistan und Deutschland nahmen für zwei Wochen gemeinsam an einem Fotoworkshop der Neuruppiner Jugendkunstschule teil. Rund 1000 Fotos entstanden unter Leitung der beiden Berliner Fotografen Anja Pietsch und Mathias Richter. Am Sonnabend trafen sich Organisatoren, Teilnehmer des Jugendfotoprojekts und rund 30 Gäste zur Vernissage im Foyer des Alten Gymnasiums.

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Trommelrhythmen lockten die Besucher am Sonnabend in das Alte Gymnasium zur Foto-Vernissage.

Quelle: Felsch

Neuruppin. Eine Hand weist auf das Land Guinea auf dem afrikanischen Kontinent. Dort ist einer der jungen Fotografen zu Hause, die sich am interkulturellen Fotoprojekt der Neuruppiner Jugendkunstschule beteiligten. Das Foto ist eines von 1000 Bildern, die während des zwölftägigen Workshops entstanden. Jugendliche aus Afghanistan, Eritrea, Kamerun, Somalia und Deutschland gingen gemeinsam auf Motivsuche. Seit Sonnabend sind ihre Aufnahmen im Foyer des Alten Gymnasiums zu sehen. Monika Meichsner, die Leiterin der Jugendkunstschule, eröffnete die Ausstellung und zeigte sich begeistert von den Ergebnissen des Projekts. „Das hier hat Berlin-Niveau“, sagte sie.

Die Sprache war kein Problem

„Zu Beginn des Kurses hab ich ein paar technische Details zu den Kameras erklärt“, sagt Mathias Richter. „Ich wollte es aber nicht zu kompliziert machen, schließlich besitzen ja heute fast alle ein Smartphone und machen ständig Fotos.“ „Die Sprache war eigentlich kein Problem, einige sprechen bereits ganz gut deutsch, und sie erklärten es den anderen Teilnehmern“, sagte der Fotograf, der zwar in Berlin schon viele Projekte mit Jugendlichen durchgeführt hat, allerdings nun zum ersten Mal mit ausländischen Teilnehmern. Künftig soll es auch an der Neuruppiner Jugendkunstschule derartige Kursangebote geben. Die Kameras hatte sich Mathias Richter von Freunden und Kollegen ausgeliehen. So konnte jeder Jugendliche gleich nach der Einweisung loslegen. Im Tierpark Kunsterspring, am Ruppiner See, im Tempelgarten und auch in den Zimmern der Jugendlichen entstanden die Aufnahmen. „Wir haben uns gegenseitig fotografiert und uns dabei kennen gelernt“, so der Fotograf. „Dabei haben wir alle gelernt, aufgeschlossen zu sein und Barrieren abzubauen, sich mit anderen Denkweisen auseinander zu setzen und Toleranz anderen Kulturen gegenüber zu entwickeln.“ Das Verhältnis der Jugendlichen untereinander während der Fototage empfand der Projektleiter als sehr entspannt. „Die Jugendlichen begegneten sich höflich und aufmerksam.“

Interviews mit Neuruppinern

In der zweiten Woche wagten sich die Projektteilnehmer in die Innenstadt, um Neuruppiner zu interviewen. Dabei hatte die Berliner Fotografin Anja Pietsch den Hut auf. „Dass sie es trotz der Sprachbarrieren wagten, die Menschen auf der Straße anzusprechen, fand ich schon bewundernswert“, sagte Mathias Richter. Negative Erfahrungen blieben den jungen Leuten mit den Neuruppinern glücklicherweise erspart. „Sie haben alle mitgemacht und waren sehr nett“, sagt Ali, der aus Afghanistan kommt und seit mehr als einem Jahr ohne seine Familie in Neuruppin lebt. In der Fontaneschule besucht er die 9. Klasse. Er möchte gern in Neuruppin bleiben. „Mein Traumberuf ist Feuerwehrmann“, sagt der sympathische Afghane, der bereits sehr gut Deutsch spricht.

Auch für die deutschen Teilnehmer waren die zwei Wochen reich an Erfahrungen. „Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr einander zuhören“, sagt Jacob aus Neuruppin. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördert.

Die Ausstellung „Lebensräume“ ist bis zum 6. Oktober im Foyer des Alten Gymnasiums am Neuruppiner Schulplatz zu sehen. Geöffnet sind die Räume montags, dienstags,donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr, sonnabends von 9 bis 12 Uhr.

Von Cornelia Felsch

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