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Ostprignitz-Ruppin Irritationen zur Statistik des Innenministeriums
Lokales Ostprignitz-Ruppin Irritationen zur Statistik des Innenministeriums
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19:18 08.09.2017
Es ist unklar, wie oft die Polizei zwischen April und Juni wegen Übergriffen auf Flüchtlinge nach Lindow ausrücken musste. Quelle: Celina Aniol
Neuruppin

Für Irritationen bei der Neuruppiner Polizei sorgt derzeit eine Antwort des Innenministeriums zu Übergriffen auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte in Lindow. Denn laut der Antwort des Ministeriums auf eine Frage der Landtagsabgeordneten An­drea Johlige (Linke) wurden zwischen April und Juni dieses Jahres vier derartige Fälle in Lindow registriert – und zwar zwei Fälle am 10. April sowie je einer am 13. April und am 9. Mai. Doch bei der Neuruppiner Polizei sind nur zwei dieser Fälle bekannt.

Bekannt sind die Rangeleien im Lindower Stadtpark

Demnach war es am 10. April im Lindower Stadtpark zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Einheimischen und jugendlichen Asylbewerbern gekommen. Die sechs Jugendlichen, die aus dem Iran und aus Afghanistan stammen und derzeit in Oberhavel leben, waren mit ihrem ungarischen Betreuer in Lindow, um dort bei einem Fußballturnier mitzumachen.

Bei dem anschließenden Streit im Stadtpark soll ein 24-jähriger Einheimischer „Ausländer raus“ gerufen und ein 26-Jähriger einen 17-jährigen Afghanen zu Boden gestoßen haben, wobei dieser leicht verletzt wurde. Zudem soll der 26-jährige Deutsche gedroht haben, mit einem schlagstockähnlichen Gegenstand auf den afghanischen Jugendlichen einschlagen zu wollen. Die Polizei hatte deshalb Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung aufgenommen. Diese Auseinandersetzung ist Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs durchaus bekannt. Keinerlei Hinweise, Einsatzberichte oder andere Unterlagen, hat die Sprecherin jedoch für ausländerfeindliche Übergriffe am 13. April und am 9. Mai in Lindow gefunden.

Auch das Innenministerium ist verwundert

Darüber zeigte sich am Freitag auch ein Sprecher des Potsdamer Innenministeriums verwundert. „Vielleicht wurden die Taten bei der Polizei vor Ort einem anderen Begriff zugeordnet“, hieß es.

Für das ganze Land Brandenburg hatte das Ministerium von April bis Juni genau 70 Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte registriert. Das wären demnach 27 mehr als in den ersten drei Monaten zuvor. Demnach hatten sich neun der aktuellen Fälle in Cottbus ereignet, fünf in Templin (Uckermark) und eben vier in Lindow.

Von Andreas Vogel

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