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Ostprignitz-Ruppin Ja zu Kita-Sanierung nach heftiger Debatte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ja zu Kita-Sanierung nach heftiger Debatte
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02:18 30.03.2018
Die Eltern haben Angst, dass ihre Kinder in der Dorf Zechliner Kita wegen der maroden Elektroanlage in Gefahr sind. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Der Schlagabtausch über die Sanierung der Elektroanlage in der Dorf Zechliner Kita am Montagabend war heftig. Dabei haben die Rheinsberger Stadtvertreter die Verwaltung, die den stark umstrittenen Vorschlag gemacht hatte, stark angegriffen. Am Ende der Sitzung gab es allerdings eine Überraschung: Die Mehrheit der Stadtvertreter plädierte trotz aller Bedenken für die Erneuerung der Elektrik – und erntete Applaus von Eltern- und Kitavertretern.

CDU-Vertreterin: Teilsanierung „absolut unangebracht“

Gleich am Anfang der Sitzung hatten mehrere Abgeordnete gefordert, die Entscheidung zur Erneuerung der Elektroanlage, die 80 000 Euro kosten soll, von der Tagesordnung zu nehmen. Schließlich hätten die Stadtverordneten in der nicht öffentlichen Sondersitzung am 15. März genau das beschlossen, argumentierte die CDU-Fraktion. Man sei sich einig gewesen, dass „eine Flickschusterei absolut unangebracht ist“, so Lysann Gutenmorgen. Stattdessen sollte die Verwaltung die Eckdaten für eine Komplettsanierung der Kita und einen Neubau sowie die prognostizierten Auslastungszahlen für die nächsten Jahre präsentieren. Sie liegen aber nicht vor.

SPD-Vertreter: Bei gültiger Betriebserlaubnis kein Grund zur Eile

Zudem sei zu befürchten, dass die Stadt kein Fördergeld für andere Baumaßnahmen mehr bekommt, wenn sie schon Hilfe bei der Elektroanlage in Anspruch nimmt, so Detlef Pagel (SPD). Außerdem gebe es keine große Eile: Schließlich habe keine Behörde bisher gesagt, dass der Kita wegen der maroden Anlage die Betriebserlaubnis entzogen werden soll. In dieser Situation sehe er keinen Grund, Geld auszugeben, ohne zu wissen, wie die anderen Bildungseinrichtungen von der Stadt finanziell unterstützt werden, so Pagel, der stellvertretende Leiter der Rheinsberger Allendeschule ist. Er spielte dabei darauf an, dass die Verwaltung die für den Bildungscampus benötigten Millionen derzeit in Frage stellt.

Bürgermeister: Es besteht dringender Handlungsbedarf

„Soll ich zum Landkreis gehen?“, fragte Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. „Dann schließen sie mir das Ding sofort. Wir haben dringenden Handlungsbedarf.“ Wenn die Stadt die Entscheidung zur Erneuerung der Elektrik vertage, würden ihr die bis Ende März in Aussicht gestellten Fördermittel gestrichen. Eine Komplettsanierung könne die Stadt nicht aus dem Stand stemmen. Zudem seien bereits Anträge für weitere Arbeiten am Dach oder der Wärmedämmung mit einer Summe von 635 000 Euro gestellt, ergänzte Bauamtsleiter Daniel Hauke. Allerdings gebe es anders als bei der Elektrik bislang kein Signal, ob Rheinsberg diese auch bekommen kann. Dass das Gebäude aber insgesamt eine umfassende Kur benötigt, sei klar.

Elf Stadtvertreter – und damit die Mehrheit – wollen die Modernisierung

„Wir sind dort weit entfernt vom Standard in anderen Kitas“, so Schwochow. Da er die alte Elektrik als eine große Gefahrenquelle sieht, forderte der Bürgermeister eine namentliche Abstimmung. Damit sollten für den Fall der Fälle, den auch die Eltern befürchten, wie sie sagten, die Verantwortlichen klar ersichtlich sein. Elf Stadtvertreter von SPD, BVB/Freie Wähler/FDP, der Linken-Vertreter Hartmut Winkelmann sowie der fraktionslose Wilfried Schmidt stimmten daraufhin für sofortige Teilmodernisierung. Die Verwaltung habe den Brief mit der Bitte um das Fördergeld gleich am Dienstagmorgen abgeschickt, so Schwochow.

Von Celina Aniol

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